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Weiche Samststoffe in großer Auswahl

Was ist Samt?

Samt Stoffe sind schon lange in Gebrauch. Ursprünglich als Sammelt oder Samit bezeichnet handelt es sich um ein Gewebe mit einem darüber liegenden und mehr...

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Was ist Samt?

Samt Stoffe sind schon lange in Gebrauch. Ursprünglich als Sammelt oder Samit bezeichnet handelt es sich um ein Gewebe mit einem darüber liegenden und eingearbeiteten Fadenflor. Die Entwicklung von Samt Stoffen ist historisch nicht von der Seidenweberei zu trennen. Der mittelalterliche Stoff Samit ist ein mehrfarbiges und gemustertes Seidengewebe, das allerdings noch ohne den typischen Flor der Samt Stoffe auskam.

Durch den Flor erhält Samt eine Strichrichtung, sodass sich der Stoff in und gegen Strichrichtung jeweils anders anfühlt und aussieht. Diese Strichrichtung solltest Du beachten, wenn Du Samt Stoffe verarbeitest. Traditionell werden Samt Stoffe aus Seide gefertigt, heute allerdings handelt es sich meist Chemieseidensamt (Polyester), seltener um Baumwollsamt.

In der Pflege unterscheiden sich Polyester und Baumwolle stark, so dass Du auch das bei der Auswahl Deiner Samt Stoffe bedenken solltest. Panne Samt ist noch einmal ein anderes Gewebe, das zwar wie Seidensamt aussieht, aber mit eingearbeitetem Elasthan sehr flexibel ist. Panne Samt wird häufig für enganliegende, figurbetonte Kleidungsstücke verwendet.

Baumwollsamt ist extrem angenehm zu tragen und eher schwer. Das Material eignet sich für winterliche Kleidung wie Mäntel, aber auch als Bezugsstoff für Möbel.

Nähen mit Samt – Sofa, Stuhl, Vorhang und Co.

Aus Samt kannst Du viele Kleidungsstücke nähen, Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Der schimmernde Stoff ist ideal für festliche und elegante Kleidungsstücke wie Abendkleider, Cocktailkleider oder Blazer. Samt ist allerdings längst auch in der sportlichen Alltagsmode nagekommen, Samthosen, Samtröcke und Shirts aus Samt sehen Klasse aus.

Auch im Wohntextilien Bereich findet Samt großen Anklang. So kannst Du Stühle, Hocker oder Dein Sofa mit dem weichen Stoff beziehen. Auch Verdunklungsvorhänge und Kissenbezüge aus Samt sind eine gute Idee, um Deinen Wohnbereich mit Highlights zu pimpen.

Samt Stoffe kaufen – Meterware der StoffMetropole

Im großen Sortiment der StoffMetropole findest Du zahlreiche Samt Stoffe. Du erhältst alle Stoffe als Meterware, sodass Du selbst entscheiden kannst, wie viel Du exakt benötigst.

Halte schon bald Deine neuen Lieblingsstoffe in der Hand und vernähe sie zu tollen Stücken. Denn unser Versand, der ab 50€ Bestellwert gratis erfolgt, erfolgt innerhalb weniger Tage.

Du bist immer noch nicht ganz von der Qualität unserer Samt Stoffe überzeugt? Dann lass Dir doch einfach ein Stoffmuster zusenden. Bei Fragen wende Dich gerne an uns!

Samt Stoffe im Überblick – Herkunft, Vernähen & Pflege

Samt Stoff ist edel, sein schöner Glanz und die weiche Oberfläche machen ihn zu etwas Besonderem. In diesem Artikel erfährst Du Wissenswertes über die Herkunft und Herstellung von Samt und wie Du diesen besonderen Stoff nähen und verarbeiten kannst.

Herkunft & Geschichte

Samt ist ein traditioneller Stoff mit weicher und schimmernder Oberfläche. Der Begriff Samt geht auf das altertümliche Wort Sammet zurück, abgeleitet vom griechischen Wort hexamitos (sechsfädig).
Die Webart entstand ursprünglich in der Seidenweberrei. Die ersten Samt Stoffe wurden aus Seide gewebt. Heutzutage wird üblicherweise Baumwolle (Baumwollsamt) oder aber ein Mischgewebe mit Synthetik Anteil verwendet.

Bereits im frühen 14. Jahrhundert wurde in Italien Samt Stoff produziert. Mailand war einst die Hauptstadt dieses Stoffes, im ausgehenden 15. Jahrhundert gab es dort etwa 15.000 Samt Weber. Zu dieser Zeit wurde der Stoff häufig als Bezugsstoff für Polstermöbel und Kissen und für prunkvolle Gewänder verwendet. Etwa ab dem späten 16. Jahrhundert wurde die Samt Weberei von flämischen Webern in England eingeführt. Dort entstanden auch bedruckter Baumwollsamt und Cordsamt. Im 17. Jahrhundert entstand auch in Frankreich eine Produktion des Stoffes, dort wurde die Webtechniken weiterentwickelt. Es entstanden Samt Stoffe mit großflächigen Mustern. Erst im 18. Jahrhundert gab es Samtwebereien auch in Deutschland.

Die Basis des Stoffes bildet ein Grundgewebe, in das ein Schuss- oder Kett-Fadensystem eingearbeitet wird. Die Fäden bilden Schlaufen über dem Grundgewebe. Nach Beendigung des Webprozesses werden diese Schlaufen aufgeschnitten und es entsteht der typische Faserflor.

Arten

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Samt Arten, die sich in der Optik und Textur unterscheiden. Je nachdem, mit welcher Webtechnik der Fadenflor eingearbeitet wird, wird zwischen Kettsamt und Schusssamt unterschieden. Flocksamt ist im Grunde eine Samt Imitation, hierfür werden Faserflocken auf ein Gewebe aufgeklebt.

Einen besonderen Glanz hat der Pannesamt, auch Spiegelsamt genannt. Die glänzende Oberfläche entsteht durch das Flachbügeln der Oberfläche, wodurch auch Muster in den Stoff gebracht werden.
Samt-Brokat ist eine besonders schwere und edle Form des Stoffes, der durch eine feste Webart entsteht. Beim Samt-Brokat werden üblicherweise Muster und teilweise auch Gold- und Silberfäden eingewebt.

Stretch Samt ist durch einen Anteil an Elasthan dehnbar, während Cordsamt ein Streifenmuster aufweist. Das Streifenmuster entsteht, weil nur die Schussfäden beim Weben einen Flor bilden.

Verarbeitung

Da Samt eine Strichrichtung hat, musst Du beim Zuschneiden unbedingt darauf achten, dass Du alle Teile so zu schneidest, dass die Strichrichtung später passt. Üblicherweise werden Stoffe mit hochstehendem Flor gegen den Strich zugeschnitten und zwar so, dass der Strich beim fertigen Kleidungsstück von unten nach oben verläuft. Bei Pannesamt wird normalerweise umgekehrt gearbeitet, diese Stoffart wird mit dem Strich zugeschnitten.

Samt neigt dazu, sich beim Steppen zu verschieben. Deswegen solltest Du die Stecknadeln quer zur Nahtlinie stecken. Anfänger können die Stofflagen auf beiden Seiten der Nahtlinie vor dem Nähen mit der Nähmaschine auch mit Handstichen fixieren.

Für die meisten Samt Stoffe kannst Du eine feine Nadel in der Stärke 70 oder 80 verwenden. Für Pannesamt empfiehlt sich eine Jerseynadel. Die empfohlene Stichlänge für Samt beträgt etwa 2,5 mm. Zum Nähen verwendest Nähgarn. Gesteppt wird grundsätzlich in Strichrichtung.

Pflege

Die meisten Samt Stoffe aus Baumwolle oder synthetischer Faser können bei niedriger Temperatur ohne Schleudern (Programm für feine Textilien, Schonwäsche) in der Waschmaschine gewaschen werden. Samt aus Viskose oder Seide sollte hingegen besser in die Reinigung gebracht werden. Achte darauf, den Stoff vor dem Waschen auf links zu drehen.

Samt Stoffe und Kleidung aus Samt sollten niemals im Trockner getrocknet werden, sondern ausschließlich an der Luft trocknen. Auf das Bügeln solltest Du ebenfalls möglichst verzichten, da der Stoff dabei plattgedrückt wird und Glanzstellen entstehen. Wenn es dennoch nötig sein sollte, bügele den Stoff ausschließlich auf links und lege eine weiche, flauschige Bügelunterlage unter. Glätte den Stoff möglichst mit wenig Druck und bei niedriger Hitze. Ausschließlich Baumwollsamt kann mit Wasserdampf gebügelt werden.