Das StoffMetropole StoffLexikon

Das StoffMetropole StoffLexikon soll Dir einen ersten Einblick in die Vielfalt der verschiedenen Stoffarten sowie in die Welt des Nähzubehöres ermöglichen. Wir erweitern das Lexikon für Dich kontinuierlich mit weiteren spannenden Themen und hoffen, dass es irgendwann so umfangreich wird, dass Du es wunderbar als Nachschlagewerk für Deine Projekte und Deinen Wissenshunger nutzen kannst. 

Uns liegt viel daran, dir hier hochwertige Informationen anzubieten. Solltest Du bereiche Finden, die nicht verständlich sind oder wo Du der Meinung bist, dass Fehler (Ganz gleich ob inhaltlich oder in der Rechtschriebung), so sprich uns doch kurz per Email oder Kontaktformular darauf an. 

Auch freuen wir uns wahnsinnig über dein Feedback, wie Dir das Lexikon gefällt und natürlich interessiert uns sehr, welche Inhalte Du Dir wünschst. Denn wir wollen Das Lexikon nicht für uns, sondern für Dich und für alle Nähbegeisterten da drausen schreiben.

Auch kannst Du Dich gerne mit einbringen, wenn Du Spaß daran hast. Schreibe uns einfach an! Wir freuen uns auf Deine Nachricht!

Herzliche Grüße 

Anne & Timo 

StoffLexikon

A

Alpaka

Alpaka ist eine Wolle, die vom gleichnamigen Alpakakamel gewonnen wird. Sie ist deutlich leichter als Schafwolle. Alpaka ist eine sehr hochwertige Faser: Sehr weich mit guten Wärmeeigenschaften und leider kann pro Jahr pro Tier nur ca. zwei bis drei Kilogramm gewonnen werden, was die Wolle etwas seltener und wertvoller macht.

Angora

Die Angorawolle stammt von dem Angorakaninchen. Die sehr langen Angora Haare werden viel in Deutschland und in Frankreich gewonnen, wo die durch auskämmen der Tiere gewonnen werden. China ist der größte Produzent von Angorawolle und leider werden dort die Haare häufig nicht schonend ausgekämmt, sondern ausgerissen. Die geächtete Art der Fellgewinnung ist in China leider noch weit verbreitet nicht nur eine Qual für die Tiere sondern hat auch eine sehr viel schlechtere Qualität zur Folge.

Auftrenner -> Nahttrenner 

B

Baumwolle

Die am meisten verkaufte Naturfaser der Welt ist mit Abstand Baumwolle. Die Fasern werden aus der Frucht der Baumwollpflanze gewonnen. Sobald die Frucht reif ist, öffnet sich die Samenkapsel und präsentiert die weißen flauschigen Fasern. Baumwolle wird schon seit 7000 v Chr. In Mexiko verwendet. Aber auch im frühen Peru, in Persien in Indien und in Ägypten ist es um 5000 vor Chr. schon verbreitet… Mehr lesen

C

D

E

F

Fadenlauf

Für viele Schnitte ist die Kenntnis des Fadenlaufs wichtig, damit die Schnitteile richtig angelegt werden können. Er dient somit der Orientierung auf dem Stoff und das ist bei der Herstellung von Bekleidung meist besonders wichtig. Der Fadenlauf oder auch Längsfadenlauf läuft in Längsrichtung des Stoffes und somit parallel zur Webkante bzw. der Kette. Im Fadenlauf ist der Stoff in der Regel am wenigsten Dehnbar und lässt sich nur schlecht reißen.

Faser

Vor dem Stoff kommt das Garn und vor dem Garn kommt die Faser. Die Faser ist somit das ausgangsmaterial eines jeden Stoffes. Bei den Fasern wird zwischen Naturfasern und Kunstfasern unterschieden. Zu den Naturfasern zählen die tierischen Fasern wie Seide, Wolle, Angora, Kaschmir oder Alpaka und zu den Pflanzlichen Fasern können Baumwolle, Leinen, Hanf, Kokos, Ramie und Jute gezählt werden. Bei den künstlichen Fasern wird nochmal zwischen den Synthetischen Fasern und den Fasern aus Zellulose unterschieden. Polyester und Polyamid sind synthetische Fasern, die durch Polykondensation hergestellt werden. Bei Acryl, Elasthan oder Chlorfasern erfolgt die Herstellung durch Polymerisation und es sind ebenfalls synthetische Fasern. Zellulose ist eine aus Pflanzenfasern hergestellte Kunstfaser die zu Stoffen wie Viskose, Cupro, Lyocell und Modal verarbeitet wird.

Fingerhut

Unverzichtbar bei allen Handnäharbeiten. Der Fingerhut dient dem Finger als Schutz, damit beim Nähen die Nadel nur durch das Material und nicht durch die Haut geht.

G

H

Heften

Das Heften dient dem provisorischen Zusammennähen mehrerer Stoffteile. Die Heftnaht wird mit speziellem Heftgarn sowie möglichst großem Stichabstand durchgeführt, damit diese einfach wieder gelöst werden kann. Heften ist nicht bei allen Näharbeiten wirklich notwendig. Bei Kleidungsstücken, die zum Beispiel auf Maß genäht werden, wird das Heften meist benutzt, damit die optimale Passform ermittelt werden kann.

I

J

K

Kaschmirwolle

Die Kaschmirziege hat am Hals und am Bauch ein wundervolles Unterfell, aus dem die Kaschmirwolle gewonnen wird. Jede Ziege liefert etwa 150 Gramm Fell pro Jahr. Je höher die Kaschmirziege in den Bergen lebt, desto feiner weicher und wärmender ist Ihr Fell, was der Wollqualität zugutekommt.

Kette

Beim Weben ist die Kette der Faden, der der Länge nach verarbeitet wird - Also mit der Webkante in Längsrichtung mitläuft bzw. die gleiche Richtung die wie Webkante hat.

L

Leinen

Vermutlich war Leinen der erste Stoff, der vom Menschen hergestellt/gewebt wurde. Leinen wird aus Flachs hergestellt und ein sehr ökologischer Stoff. Flach ist biologisch hervorragend abbaubar und kommt beim Anbau auch gut ohne Dünger und nur mit sehr wenigen Pestiziden aus.  Flachs wird überwiegend in Frankreich, Belgien, Russland, China und Ägypten angebaut. Die besten Klimabedingungen für Flachs finden sich in Westeuropa von den Niederlanden bis runter zur Normandie… mehr lesen

M

Maßband

Um Maß zu nehmen, die Stoffe abzumessen und absolut unverzichtbar in jedem Nähzimmer

Masche

Bei Maschenwaren wird der Stoff nicht gewebt, sondern gestrickt und die Masche (kleine Schlaufe) ist die Basis der Maschenware. Mit verschiedenen Maschenarten lassen sich verschiedene optische Effekte erzeugen

Mohair

Von der Angoraziege stammt die Mohairfaser, die leichter als Schafwolle ist. Mohair gehört zu den Kaschmirwollen und hat ebenfalls ausgezeichnete isolierende Eigenschaften. Pro Ziege kann pro Jahr mit ca. 5 Kilogramm Wolle gerechnet werden.

N

Nadelkissen

Praktischer Helfer an jedem Nähplatz - In das Nadelkissen lassen sich die Stecknadeln einfach und schnell sicher unterbringen und sie sind zudem sofort Griffbereit. Es gibt Nadelkissen in verschiedenen Ausführungen. Klassisch aus Stoff - Als Handnadelkissen für Maßschneider oder als Magnetnadelkissen mit zusätzlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten.

Nahttrenner

Der Nahttrenner (auch Auftrenner oder Pfeiltrenner genannt) hilft beim Öffnen missglückter Nähte oder beim Öffnen von Knopflöchern nach dem Nähen. Ein Nahttrenner hat meist eine feine Spitze, damit leicht unter den Faden gefahren werden kann und eine Klinge. Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen Sicherheitsball.

Nähfüße

Die wichtigsten Nähfüße sind der Universalfuß, der Reißverschlussfuß sowie der Knopflochfuß sowie zahllose andere Varianten.

Nähmaschinennadeln

General verbreitet sind Nähmaschinennadeln als Flachkolben oder als Rundkolbennadel, wobei die Flachkolbennadel bei den Hobby und Haushaltsnähmaschinen fast ausschließlich zu finden sind. Flachkolbennadeln haben da den großen Vorteil, dass sie nicht - wie z.b. eine Rundkolbennadel - falsch eingesetzt werden können.

Auf den Packungen der Nadel stehen meist die Dicke der Nadeln, sowie die Länge. Die Dicke wird zwischen 60 bis 110 angegeben und hier gilt - Je größer die Zahl - desto gröber der Stoff. Bei feinen Stoffen wie zum Beispiel Seide würde man dann eine 60 Stärke wählen. Für das Nähen von Jersey, Jeans, Leder und sehr feinen Materialien wie Seide gibt es spezielle Nadeln. Ebenfalls gibt es Zwillingsnadeln für T-Shirtarbeiten und zum Säumen usw.

Nähnadeln (Hand)

Ein kleines Sortiment an Handnähnadeln sollte jeder sein eigen nennen. Auch wenn Du das Nähen lieber mit der Maschine erledigst, sind Handnähnadeln für Arbeiten wie das verschließen der Wendeöffnungen, für schnelles Anbringen von Knöpfen oder für Ausbesserungs- und Reparaturarbeiten unverzichtbar. Auch Handnähnadeln gibt es in verschiedenen Dicken und Längen und für unterschiedliche Materialarten.

Nahtzugabe

Die Nahtzugabe ist der Abstand zwischen dem Rand des Stoffteiles und der Naht und dient dazu, immer genug Material unter der Nadel zu haben, damit dieses auch ordentlich zusammenhalten kann. Ohne Nahtzugabe wird Deine Näharbeit am Rand schnell ausfransen oder das Kleidungsstück wird zu klein, wenn Du die Nahtzugabe nicht berücksichtigt haben solltest.

O

P

Pfeiltrenner -> Nahttrenner

Q

Querfadenlauf

Der Querfadenlauf läuft quer zur Webkante und parallel zum Schuss und bildet die Breite des Stoffes.

R

S

Scheren

Ob Haushalt bzw. Allzweckschere - Stoffschere, Fadenschere, Stickschere oder Applizierschere - Für jeden Anwendungsbereich gibt es eine eigene Scherenart. Weitere Infos erhältst Du, wenn Du auf die entsprechenden Links klickst.

Schneiderkreide

Zum Aufzeichnen der Schnittlinien auf den Stoff. Die Schneiderkreide kann durch leichtes Reiben wieder entfernt werden. Es gibt noch zahlreiche weitere Varianten wie Kreidestifte - Kreideräder oder Kreideminenstifte sowie zahlreiche weitere Markierhilfen wie der bekannte Trickmarker.

Schnittmuster

Das Schnittmuster dient als Vorlage für den Stoffzuschnitt und enthält bei Kleidungsstücken meist mehrere Größen auf einem Bogen, die entweder über verschiedenartige oder verschiedenfarbige Linien voneinander zu unterscheiden sind. Von diesem Schnittmuster werden die Schnitteile auf die Schnittvorlage übertragen und diese Schnitteile dann ausgeschnitten. Je nach Material der Schnittvorlage ist diese mehrfach verwendbar. Mit der Schnittvorlage kann der Schnitt dann auf den Stoff übertragen werden. Das Original Schnittmuster solltest Du nicht zerschneiden, damit Du auch die anderen Größen noch benutzen kannst.

Schuss

Der Schussfaden bildet die Breite des Stoffes - Verläuft also quer zur Webkante

Seide

Es gibt Zuchtseide und Wildseide. Die Wildseite wird meist vom Tussahspinner gewonnen und die Zuchtseite wird heutzutage meist von der Bombyx Mori Raupe gezüchtet. Die Raupen fressen die Blätter des Maulbeerbaums bis sie beginnen den Kokon zu spinnen. Noch bevor aus der verpuppten Raupe ein Schmetterling wird, werden die Kokons gekocht… Mehr lesen

Sicherheitsnadeln

Vielseitig einsetzbar und unverzichtbar in jedem Haushalt - Die Sicherheitsnadel lässt sich schnell und einfach anbringen und wieder entfernen. Ob zum schnellen verschließen von Gewändern oder Babywindeln oder zum Befestigen der Krawatte, wenn die Krawattennadel nicht erwünscht oder grade nicht zur Hand ist. Dabei schützt das Schließblech die Nadel, so dass sich niemand verletzen kann. Ebenfalls können Sicherheitsnadeln wunderbar für das Einfädeln von Gummibänder in Tunnelzüge verwendet werden.

Stecken

Das Feststecken vor dem Nähen sorgt dafür, dass das Nähgut nicht mehr verrutschen kann. Du kannst Entlang der Naht feststecken - die Nadel  ist also genauso angebracht wie die Naht hinterher verläuft und muss immer entnommen werden, bevor der Nähfuß die Stecknadel erreicht. Die andere Möglichkeit ist das senkrechte Stecken zur Naht. Hier wird die Stecknadel quer zur geplanten Naht gesteckt. Der Vorteil ist hier, dass einfach über die Stecknadeln genäht werden kann. Allerdings sollten hier dann Stahlstecknadeln verwendet werden.

Stecknadeln

Stecknadeln dienen zum Fixieren der Näharbeiten, damit die Teile beim Vernähen nicht mehr verrutschen. Besonders bei Arbeiten mit wenig Platz und so eine sehr hohe Präzision gefragt ist, sind die Stecknadeln gut geeignet. Meist empfiehlt es sich eine möglichst feine Stechnadel zu nutzen, um das Material nicht zu beschädigen. Die Alternative zur klassischen Stecknadel ist die Stoffklammer.

Stiche der Nähmaschine (Grundstiche)

Für das Arbeiten mit der Nähmaschine werden folgende Grundstiche besonders häufig benötigt.

Der Gradstich (Steppstich) ist der geläufigste Stich, der die Stofflagen miteinander verbindet ohne elastisch zu sein. Der Zick-Zack Stich - zum versäubern und um zu verhindern, dass Stoffe ausfransen. Für elastische Stoffe wie zum Beispiel Jersey wird der Stretchstich verwendet.

Stoffbreite

Die Stoffbreite ist die volle Breite des Stoffes NICHT des aufgedruckten Motives. Sie entspricht der Länge des Querfadenlaufs bzw. des Schussfadens und gibt den Abstand von Webkante zu Webkante an. Bei Stoffen in Europa sind folgende Stoffbreiten gängig. 140 zum Beispiel bei vielen Baumwollstoffen, 150 bei Jersey Sweat oder dergleichen und es gibt auch überbreite Stoffe bis 180 zum Beispiel wie zum Beispiel bei den Überbreiten Bio Bündchen Stoffen. In den USA sind zum Beispiel 110 breit Stoffe weit verbreitet.

Stoffklammer

Als Alternative zur Stecknadel haben sich die Stoffklammern etabliert. Die fixieren die Werkstücke ohne ins Material einzudringen bzw. kleine Löcher zu hinterlassen. Allerdings sind Stoffklammern nicht überall geeignet - Bei sehr feinen und mehrlagigen Arbeiten ist die Klassische Stecknadel meist im Vorteil.

T

U

V

Versäubern

Damit die Stoffränder nicht ausfransen, müssen diese bei gewissen - leicht ausfransenden Stoffe  - versäubert werden. Das geschieht meist mit dem Zick-Zack Stich. Zwar kann auch mit einer Zackenschere die Stoffkante versäubert werden, allerdings klappt das meist nur, wenn der Stoff nur wenig zum Ausfransen neigt. Beim Nähen mit einer Overlockmaschine muss die Stoffkante in der Regel nicht mehr versäubert werden, da die Maschine dies in einem Arbeitsgang mit dem Zusammennähen erledigt.

Viskose

W

Webkante

Als Webkante bezeichnet man die Seitenränder eines Stoffs. Meist ist die Webkante mit mehreren Kettfäden dichter gewebt, so dass die Webkante stabil ist. Die Webkante bildet die linke und rechte Seite eines Stoffes und hält den Schussfaden an seinem Platz sowie trägt Sie dazu bei, dass die Stoffe nicht verziehen.

Wolle

Wolle gehört zu den Naturfasern und wird aus den Fellen von Tieren gewonnen. Meisten sind dies Schafe aber auch andere besitzen ein Fell, welches sich hervorragend für die Wollproduktion eignet. Wolle wird gewonnen, indem zum Beispiel Schafe einmal pro Jahr geschoren werden. Im Anschluss wird die Wolle gründlich gewachsen und dadurch von den Verunreinigungen und dem Wollfett (Lanolin) befreit. Nach dem Trocknen kann die Wolle dann zu einem Faden gesponnen und zu Stoffen verarbeitet werden… Mehr erfahren 

X

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Z

Zuschnitt

Mit Zuschnitt ist das Ausschneiden des Stoffes oder Materials als Vorbereitung für Deine Näharbeit.