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Beutel nähen (einfache Anleitung)

03.03.2022 17:00

Einen praktischen Shopper kannst Du immer gebrauchen: Ob für den schnellen Ausflug, einen Marktbesuch oder als Tasche für den Alltag! Mit einem Shopper kannst Du alles nötige unkompliziert transportieren, ob dicken Ordner oder wichtige Kleinigkeiten.

Wenn Du Deinen Beutel dann noch selber nähst, wird er zudem Teil Deines Outfits. Heute erwartet Dich eine Anleitung, mit der Du einen Beutel ganz nach Deinem Geschmack, z.B. aus Cord Stoff, nähen kannst.

Die Tasche kannst Du sehr einfach (aus nur einem Stoff) nähen oder aber ein Futter hinzufügen. Beide Varianten, die super anfängertauglich sind, lernst Du hier kennen. Falls Du noch eine kleine Eingriffstasche hinzufügen möchtest, steht Dir auch dafür eine Anleitung zur Verfügung.

 

Materialien

Für Deine Tasche benötigst Du lediglich das gängige Nähzubehör sowie Stoffe Deiner Wahl.

Du benötigst:

 

Stoffempfehlung

Damit Deine Tasche einen guten Stand hat, empfehlen sich etwas festere Stoffe. Cord, Kunstleder oder Canvas sind eine gute Wahl. Auch mit Dekostoffen, Jeans oder Filz bist Du gut beraten.

Elastische Stoffe wie Jersey sind weniger gut geeignet. Sie sind zu elastisch und können nach einer Weile ausleiern. Außerdem sind sie deutlich dünner als die ebengenannten Gewebe und dadurch wird der Beutel weniger robust.

Als Innenstoff kannst Du sowohl eine Maschenware als auch Webware wählen. Musselin, Baumwolle, Popeline oder Motiv Jerseys sind beispielsweise eine tolle Wahl.

Tipp: Vor allem, wenn Du unterschiedliche Stoffe verwendest, solltest Du diese unbedingt vorwaschen! So werden sie bei einer erneuten Wäsche kaum / nicht schrumpfen und Dein Beutel kann sich nicht verziehen. Dieser Schritt ist auch sinnvoll, wenn Du Deinen Beutel aus nur einem Stoff nähst, ihn jedoch in Zukunft waschen möchtest. So kannst Du sicher sein, dass die bemessene Größe erhalten bleibt.

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Zuschnitt

Die Maße, in denen Du Deinen Beutel nähst, kannst Du selbst bestimmen. Hier wurde ein circa 40cm langer und 30cm breiter Beutel genäht. Bedenke, dass Du eine Nahtzugabe von je einem Zentimeter überall dort hinzurechnen musst, wo später eine Naht sitzt.

Zuerst schneidest Du Dir Deinen Außenstoff zu (hier: Breitcord in beige). Lege ihn dazu in den Bruch. So sparst Du Dir später eine Naht.

Tipp: Je nachdem, wie viel Stoff Du vor Dir liegen hast, kannst Du den Bruch auch an der unteren Beutelkante machen. Du benötigst dann (je nach gewählten Maßen) circa einen Meter Stoff.

Schneide Deinen Zuschnitt aus und sichere den Bruch sowie die Ecken mit ein paar Stoffklammern.

  

Auch den Futterstoff schneidest Du im Bruch zu (falls Du den Beutel füttern möchtest.

 

Nun hast Du zwei gleichgroße Stoffstücke aus Außen- und Innenstoff.

Widme Dich dann den Henkeln. Die Länge kannst Du am besten danach bemessen, wie genau Du Deinen Beutel tragen möchtest. Rechne auch hier einen Zentimeter für die Nahtzugabe hinzu sowie circa 10cm für die Befestigung an der Tasche. Die Breite kannst Du ebenfalls individuell entscheiden. Achte jedoch darauf, dass die Träger nicht zu schmal werden. Ansonsten könntest Du Schwierigkeiten haben, diese zu wenden.

Hier wurde sich für einen Zuschnitt von 10x80cm pro Henkel entschieden.

 

Solltest Du eine Innentasche hinzufügen wollen, schneidest Du auch diese zu. Die Maße bleiben Dir überlassen und auch der Stoff ist frei wählbar.

Tipp: Da die Webkante des Cord Stoffes wunderschön ist, wurde sich hier dazu entschlossen, sie zu nutzen. Beim Annähen kannst Du gleich sehen, was Du dadurch für Möglichkeiten hast.

 

Beutel nähen

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, kann es auch schon losgehen. Lies Dir die Anleitung am Besten einmal komplett durch, bevor Du beginnst.

1 Beutel versäubern

Nun kannst Du Deine Stoffe versäubern. Dieser Schritt ist bei Geweben unerlässlich, da sie ansonsten aufribbeln und die Naht kaputt gehen kann.

Versäubere nicht nur Deinen Außenstoff sondern ebenfalls das Futter, die Henkel sowie die Eingriffstasche.

Mit Deiner normalen Nähmaschine geht dies mithilfe eines Zickzackstiches. Stelle ihn auf die größtmögliche Breite ein. Deine Nadel sticht nun links in den Stoff:

In ihrer rechten Position sticht die Nadel hingegen neben den Stoff. So wird die Stoffkante ummantelt und kann nicht mehr ausfransen.

 

Tipp: Solltest Du schon sehr geübt sein und oft mit dieser Technik versäubern, kannst Du diesen Schritt auch erst nach dem Zusammennähen des Beutels angehen. Du versäuberst dann die Nahtzugabe und solltest darauf achten, beide Stofflagen zu erwischen.

 

2 Einfachen Beutel nähen

Nun geht es auch schon an die Nähmaschine. Stecke Dir zuerst Deinen Außenstoff rechts auf rechts fest und fixiere ihn mit Stoffklammern.

Nun nähst Du mit der eingeplanten Nahtzugabe (z.B. füßchenbreit) entlang der offenen Kanten. Die Seite des Stoffbruchs musst Du dabei nicht mehr nähen und auch die obere Kante bleibt selbstverständlich offen. Eine Wendeöffnung brauchst Du hier nicht einzuplanen.

Wenn Du an die Ecke des Shoppers kommst, gehst Du wie folgt vor:

  1. Nähe bis circa einen Zentimeter vor Stoffende. Die Nadel steckt im Stoff.
  2. Hebe das Nähfüßchen an.
  3. Drehe Deinen Stoff um 90°.
  4. Senke das Nähfüßchen und nähe ganz normal weiter.

   

Am Nahtanfang und -ende verriegelst Du die Naht, indem Du ein paar Stiche vor und zurück nähst. Das ist unerlässlich, da sich die Naht ansonsten mit der Zeit lösen kann.

 

3 Optional: Eingriffstasche nähen

Falls Du eine Eingriffstasche hinzufügen möchtest, wird diese nun versäubert.

Anschließend steckst Du alles gut fest und nähst sie rechts auf rechts zusammen.

 

Wie bereits erklärt, wurde sich hier für die Verwendung der Webkante entschieden. Diese steht etwas über, sodass ein optisches Highlight entsteht.

 

Schneide nun alle abstehenden Fäden ab.

Noch bevor Du das Futter des Beutels zusammennähst, nähst Du nun die Tasche fest. Überlege Dir dafür vorher, an welcher Position sie sich später befinden soll. Fixiere die Tasche gut mit ein paar Stecknadeln.

 

Nun kannst Du sie mit einem Geradstich knappkantig annähen.

 

 

4 Futter nähen

Nachdem Dein Außenstoff zu einem Beutel vernäht wurde und das Futter vorbereitet ist, kannst Du auch die Innentasche nähen.

Dies folgt den gleichen Schritten, wie eben: Rechts auf rechts feststecken, zusammennähen und Fäden abschneiden.

Achtung: Einen Unterschied gibt es! Lasse unbedingt eine mindestens 8cm große Wendeöffnung im Innenstoff, durch die Du den gesamten Shopper wenden kannst!

  

So sieht Dein genähter Shopper mit Innentasche nun aus:

 

5 Beutel aus zwei Stoffen nähen

Wende nun Deinen Beutel aus Außenstoff auf rechts. Forme die Ecken dabei schön aus.

Stülpe den Innenstoff nun rechts auf rechts über den Beutel. Die schönen Stoffseite gucken sich also an.

Stecke Dir alles an der oberen Rundung gut fest. Die Seitennaht trifft dabei exakt aufeinander.

 

Nähe den Beutel nun zusammen und wende ihn vorsichtig durch die Wendeöffnung. Schließe diese nun per Hand oder mit der Maschine.

 

Stecke Dein Futter nun in den Beutel und forme die Ecken schön aus. 

 

6 Optional: Beutel absteppen

Nun kannst Du die obere Kante absteppen. Stecke sie Dir dafür so fest, wie Du es gern hättest. Zum Absteppen kannst Du die Freiarm Funktion Deiner Nähmaschine nutzen. Du kannst Deinen Stoff dann noch einfacher zurechtlegen und ihn immer wieder ausrichten.

 

So sieht Dein abgesteppter Beutel aus Cord nun aus:

 

7 Henkel vorbereiten

Nun widmest Du Dich Deinen Henkeln. Falls noch nicht geschehen, versäuberst Du diese nun.

Für einen schönen Abschluss, wird nun die untere und obere Kante circa einen Zentimeter eingeschlagen. Stecke Dir dies gut fest, bevor Du Deinen Henkel rechts auf rechts fixierst. Nähe nun entlang der offenen Kante.

 

Nun kannst Du ihn wenden. Vor allem bei dicken Stoffen oder schmalen Breiten kann das etwas friemelig sein. Lass Dir Zeit und nimm gegebenenfalls einen stumpfen Gegenstand zur Hilfe. Ein Essstäbchen ist beispielsweise gut geeignet.

 

Theoretisch kannst Du Deinen Henkel nun so belassen, wie er ist. Du hast ebenfalls die Möglichkeit, ihn beidseitig abzusteppen. Um Dir die Entscheidung leichter zu machen, siehst Du hier beide Varianten auf einen Blick (links abgesteppt, rechts nicht).

Falls Du Deinen Henkel nicht absteppen möchtest, kannst Du mit dem Schritt „Henkel annähen“ weiter machen.

Zum Absteppen nutzt Du einen Geradstich und nähst besonders nah an der Stoffkante. Damit sich der Stoff nicht verschiebt, solltest Du ihn gut feststecken. Die Naht bildet dabei eine Falt, an der Du mit dem Nähen beginnst.

Nachdem beide Henkel abgesteppt sind, folgt der letzte Schritt beim Beutel nähen.

 

8 Henkel annähen

Platziere den ersten Henkel so auf dem Beutel, wie Du es Dir wünschst. Achte darauf, dass er nicht verdreht ist. Miss den Abstand der äußeren und oberen Kante nun ab, damit Du den Henkel auf beiden Seiten gleichmäßig annähen kannst.

  

Stecke ihn Dir mit Stecknadeln fest (am besten so, dass diese Dich beim Nähen nicht stören). Achte unbedingt darauf, dass Du dabei nur durch eine Lage des Beutels stichst, damit Du ihn nicht versehentlich zu nähst. Nähe den Henkel nun mit einem Geradstich fest.

 

Da er gut halten soll, wird er hier nicht nur rundherum angenäht, sondern ebenfalls mit einer Kreuznaht fixiert. Diese zeichnest Du Dir idealerweise vorher an, damit Du ein schön gleichmäßiges Ergebnis erhältst. So ist Dein Beutel nicht nur gut gesichert sondern erhält auch ein tolles Highlight.

 

Nachdem Du den Vorgang mit Deinem zweiten Henkel wiederholt hast, bist Du auch schon fertig!

So sieht Dein wunderschöner Beutel nun aus:

 

 

Du kannst ihn nun füllen und mit Stolz tragen!

     

 

Gefällt Dir diese Anleitung und Du möchtest sie nachnähen?

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Wir wünschen Dir viel Freude dabei!

Anne und Timo von StoffMetropole


 

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