Shopauskunft_logo

Shopauskunft

4.91 / 5,00
4816 Bewertungen
Shopauskunft 4.91 / 5,00 (4816 Bewertungen)

Bedienerfreundlichkeit
Produktsortiment

Preisgestaltung
Bestellabwicklung

Lieferung
Service und Support

Isa
02.08.2022
Karin
22.07.2022
H.Seibert
21.07.2022
Leonharda
26.06.2022
Marianne
20.06.2022
glitzermaus2021
20.06.2022
Christine
18.06.2022
glitzermaus2021
12.06.2022
Anja
28.05.2022
Ida
24.05.2022

Fadenlauf erkennen

03.09.2021 14:28

Spätestens beim Zuschnitt des Stoffes für Dein Nähprojekt begegnet Dir der Begriff „Fadenlauf“. Meistens ist dieser sogar auf jedem Schnitteil mit einem Pfeil markiert der anzeigt, in welche Richtung der Fadenlauf verlaufen soll. Ignorierst Du den Fadenlauf beim Zuschnitt z.B. aufgrund von Stoffmangel oder einfach, weil Du nicht darauf geachtet hast, kann es spätestens bei der Anprobe zu einer bösen Überraschung kommen. Denn obwohl Du Deine ausgemessene Größe genäht hast, kann es sein, dass Dein Kleidungsstück nicht passt, wenn Du den Fadenlauf nicht beachtest. Aber warum ist das so? Schauen wir uns dafür den Stoff einmal ganz genau an.

Jetzt auf stoffmetropole.de stöbern!

 

 

Fadenlauf und Webkante - Der Zusammenhang

Sowohl Webware (undehnbare Stoffe) als auch Maschenware (z.B. Jersey, Sweat etc.) haben rechts und links eine sogenannte „Webkante“. Dieser Begriff bezeichnet die meist weißen Stoffkanten rechts und links, die oft von den Herstellern genutzt werden, um ihre Produktinformationen aufzudrucken. Bei Jerseystoffen erkennst Du die Webkante auch ganz oft daran, dass sie geklebt wurde. Dies hängt damit zusammen, dass Jerseystoffe bei der Herstellung meist im Schlauch gestrickt und anschließend aufgeschnitten werden. Der Kleber dient dabei der Maschensicherung. Um den Stoff platzsparender aufwickeln zu können, wird er anschließend „doubliert“, also zur Hälfte gefaltet und auf ein Wickelbrett gerollt. Die Falte bezeichnet man dann als „Stoffbruch“.

 

Bei undehbaren Webwarestoffen verläuft der Fadenlauf entlang der vertikalen Kettfäden, bei dehnbarer Maschenware wie z.B. Jersey entlang der vertikalen Maschenstäbchen. In beiden Fällen also parallel zur Webkante.

 

Fadenlauf ohne Webkante erkennen 

Was aber, wenn Du für Dein Nähprojekt nur noch ein angeschnittenes Reststück hast, bei dem die Webkante bereits weggeschnitten ist? Bei gemusterten Stoffen ist es relativ einfach zu erkennen da das Motiv normalerweise immer im Fadenlauf aufgedruckt wird, damit beim Zuschnitt nichts auf dem Kopf steht. Schwieriger wird es dann schon bei unregelmäßig grafischen Stoffen mit Punkten oder sogar Unistoffen.            

Hier hilft Dir die Elastizität des Stoffes weiter. Denn auch Webwarestoffe haben eine minimale Dehnbarkeit aufgrund ihrer Herstellungsart.

Nimm Dir also Dein Stoffstück, lege es flach vor Dich und ziehe es mit den Händen in alle Richtungen auseinander. Bei Webware ist die Elastizität sowohl waagrecht als auch senkrecht ziemlich identisch, da die Fäden im 90 Grad Winkel miteinander verbunden sind. Hier hast Du also, wenn es das Muster erlaubt, zwei Möglichkeiten Dein Schnittmuster aufzulegen. Es macht kaum einen Unterschied, ob Du die Kett- oder die Schussfäden als Orientierung für Deinen Fadenlauf nimmst. Du solltest nur darauf achten das Schnitteil nicht kreuz und quer – also diagonal zum Fadenlauf – aufzulegen. Denn die diagonale Dehnbarkeit kann spätestens beim Waschen dazu führen, dass sich Dein Kleidungsstück unschön verzieht und aus der Form gerät. Diese diagonale Dehnbarkeit macht man sich aber z.B. bei Schrägbandstreifen behilflich. Sie werden nämlich immer diagonal – also „schräg“ - zum Fadenlauf zugeschnitten.

 

Fadenlauf bei Jersey und anderer Maschenware bestimmen

Bei Jersey ist es speziell bei unifarbenen Stoffen sehr schwierig, den Fadenlauf zuverlässig zu erkennen, wenn die Webkante fehlt. Hilfreich ist es hier, den Stoff beim Auseinanderziehen ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Denn wenn man ihn gut auseinanderzieht, kann man die vertikal verlaufenden Maschenstäbchen erkennen, die wie kleine „Rippen“ nebeneinander liegen.

Sich einrollender Jersey - Hilfreich für die Bestimmung des Fadenlaufs

Ansonsten kann dir das beim Nähen sehr nervige Einrollen der Stoffkanten ein guter Hinweis auf den Fadenlauf geben. Jersey rollt sich immer IM Fadenlauf mit der rechten Stoffseite nach außen und GEGEN den Fadenlauf mit der linken Stoffseite nach außen ein, wenn man daran zieht.

Zu den Jersey Stoffen

 

Fadenlauf bei Bündchen erkennen

Da Bündchen besonders elastisch sind, ist es relativ einfach, ihren Fadenlauf zu bestimmen. Ziehe einfach an Deinem Stoff und schon siehst Du anhand des Musters, wie der Fadenlauf ist.

Hochwertiges Bündchen shoppen!

 

Wir hoffen, diese Erklärungen haben Dir geholfen und Du kannst den Fadenlauf nun problemlos erkennen! Schau Dich gerne im Bereich Wissen und Näh FAQ um, denn dort findest Du regelmäßig neue, spannende Inhalte rund ums Thema Nähen und Plotten. 

Anne und Timo von StoffMetropole


Kommentar eingeben