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Anleitung Handytasche zum Umhängen

09.06.2021 11:30

Anleitung - So nähst Du Dir Deine Handytasche zum Umhängen

Wer kennt es nicht, man möchte sein Handy immer und überall dabei haben, hat aber nicht immer eine Handtasche dabei? In der Hosen- oder Jackentasche findet Ihr aber auch, das euer Handy falsch aufgehoben ist? Dann haben wir hier genau die richtige Anleitung für Dich. Wir haben uns Gedanken gemacht und uns eine tolle Anleitung für Dich für eine kleine Handytasche zum Umhängen runtergeschrieben. Damit hast Du deine Hände garantiert frei und brauchst keine Angst mehr haben, dass Dir Dein Handy runterfällt. 

Folgendes Material benötigst Du:

Zum Nähen der Handytasche benötigst du neben einer Nähmaschine, Maßband, Schere, Lineal, Blatt Papier (dein späteres Schnittmuster), Beistift und Stoffklammern folgende Materialien:

Ermitteln der Maße

(1) Damit Dein Handy perfekt in die Hülle passt, musst Du es zunächst ausmessen. Drei Werte benötigst Du: Länge, Breite und Dicke. Wenn Du Dein Handy, wie ich, zusätzlich durch eine Hülle schützt und diese ständig drum haben wirst, musst Du diese Maße ermitteln.

(2) Mit Hilfe des Lineals erstellst Du nun Dein eigenes Schnittmuster. Dafür zeichnest Du ein Rechteck entsprechend der ausgemessenen Länge und Breite auf ein Blatt Papier. Die Dicke stellt Deine Nahtzugabe dar. Zeichne sie mit ein und schneide anschließend Dein Schnittmuster entlang der Nahtzugabe aus. Das ist Dein Vorderteil. 

(3) Jetzt erstellst Du das Schnittmuster für die Rückseite der Handytasche. Lege dazu das Vorderteil auf Dein Papier und zeichne dies ab. Die Länge wird um 1/3 der des Vorderteils verlängert, damit Du später eine Lasche zum Zuklappen hast.

(4) Schneide nun anhand Deines Schnittmusters den Außen- wie auch Innenstoff zu. Damit Du keine unschönen Stecknadellöcher in Deinem (Kunst-) Leder, Softshell oder SnapPap hast, verwende zum Fixieren des Schnittmusters auf deinem Material Gewichte oder Stoffklammern.

(5) Falls Dein Innenstoff nicht sehr stabil sein sollte, verwende hier gerne noch eine Bügeleinlage wie Style-Vile oder Volumenvlies.

(6) Das Volumenvlies schneidest Du entsprechend der Stoffgröße zu und bügelst es auf. Wenn Du Style-Vile verwendest, dann schneide es bitte an jeder Seite 0,5cm kleiner zu. 

(7) Teil A und B Deiner Innentasche werden nun zusammengenäht.

Wenn Du noch eine Lasche zum Herausziehen Deines Handys haben möchtest, dann zeigen wir Dir in den nächsten Schritten wie Du vorgehen solltest. Wenn Du auf die Lasche verzichten möchest, dann geht es nach der Anleitung zum Lasche annähen weiter.

(1) Wahlweise kannst Du noch eine Lasche einnähen, damit Du Dein Handy fix aus der Tasche bekommst. Das sollte dann jetzt erfolgen. Wenn Du keine möchtest, dann bist Du nun fertig mit Deiner Handytasche.

(2) Du siehst die Vorder- (Teil A) und Rückseite (Teil B) des Innenfutters. Die Lasche wird an Teil A festgenäht, während Teil B mit einer Schlaufe versehen wird, durch die die Lasche später führt.

(3) Zunächst benötigst Du die Länge der Lasche. Führe das Maßband mit 2,5 cm Abstand zum Handy unter diesem durch auf die Vorderseite.

(4) Lies die cm-Angabe mittig (siehe Handmaß, 9 cm) des Handys ab. Bei mir sind das 28 cm. Diese wird später relevant, wenn die Lasche angenäht wird. Wähle die Breite und das Material der Lasche nach Belieben. Bei Stoff o. ä. Material würde ich 3-4cm nehmen. Bei festen Materialien, wie festem Kunstleder, würde ich zwei Streifen à 1,5 cm zuschneiden und diese links auf links mit einem geraden Stich knappkantig zusammennähen.

Nähen der Lasche

(1) Wenn Du statt einer selbstgenähten Lasche lieber ein Zierband verwenden möchtest, dann überspringe diesen Absatz und fahre beim "Annähen der Lasche" fort. Versäubere alle vier Kanten der Lasche mit der Overlock oder einem Zick-Zack-Stich.

(2) Als nächstes klappst Du eine der beiden Längsseitennähte knappkantig nach innen ein und fixierst diese. Die gegenüberliegende Naht wird ca. 1 cm eingeklappt und ebenfalls fixiert. Um die Lasche einfacher nähen zu können, kannst Du alles auch in die gewünschte Position bügeln und dann fixieren.

(3) Nachdem ich die Kanten gebügelt habe, klappe ich die schmale Seite (hier die linke) nach innen ein, sodass die Overlocknaht der gegenüberliegenden Seite verdeckt ist. Bevor Du diese feststeckst, kannst Du sie auch noch einmal glattbügeln.

(4) Jetzt wird mit einem geraden Stich genäht.

 

(5) Das Ende der Lasche kannst Du nach Deinem Geschmack verschönern. Ich habe ein rechteckiges Stück Kunstleder verwendet, es knappkantig angenäht und den Überschuss abgeschnitten. Alternativ kannst Du auch SnapPap oder ein Kordelende verwenden.

Annähen der Lasche

(1) Jetzt wird die Lasche auf Teil A und die Schlaufe auf Teil B fest genäht. Die Lasche nähst Du mittig von Teil A auf.

(2) Mit einem weiteren Stück Kunstleder, welches Du über die Overlocknaht nähst, ist auch diese verschwunden.

(3) Die Schlaufe muss breit genug sein, damit Du die Lasche hindurch fädeln kannst. Verwende am besten ein Stück Kunstleder, SnapPap, Zierband o. ä., bei dem Du auf ein Versäubern der Kanten verzichten kannst. Ansonsten wird es bei der Größe zu fummelig. Bevor Du die Schlaufe links- und rechtsseitig festnähst, miss lieber noch einmal nach, nicht das die Lasche nicht mehr hindurch passt.

(4) Positioniere die Schlaufe auf Höhe des festgenähten Laschenendes auf Teil A. Du kannst letzteres einfach auf Teil B legen und Dir die Stelle mit einer Stecknadel markieren. Hier wird nun die Schlaufe festgenäht.

(5) Nun ist Deine Innentasche so gut wie fertig, jetzt brauchst Du nur noch die Lasche durch die Schlaufe fädeln und das Ende mit einer Nadel feststecken, damit Du dieses nicht ausversehen miteinnähst.

Hier geht es mit dem Zusammennähen weiter:

(1) Legen die Teile rechts auf rechts und nähe sie mit einem geraden Stich an den Längsseiten zusammengenäht. Die kurzen Seiten bündig aufeinander. 1/3 Lasche liegen frei. Die untere, schmale Seite bleibt offen. Dies ist unsere Wendeöffnung.

  

(2) Zur Orientierung, das ist die Wendeöffnung:

Laschen und Schlaufen anfertigen

(1) Widme Dich nun Deiner Außenseite. Bevor Du jedoch die Außenteile A und B zusammennähst, benötigst Du noch 6 Schlaufen, durch welche die Kordel später geführt wird und eine 7. Schlaufe für die eine Hälfte und eine Lasche für die andere Hälfte des Bikiniverschlusses.

(2) Für den Zuschnitt der 7. Schlaufe orientiere Dich an der Breite des Verschlusses. Schneide die Schlaufe mit einer Nahtzugabe an der schmalen Seite zu und verschließe auch diese mit einem geraden Stich. Für die andere Hälfte des Bikiniverschlusses benötigst du eine Lasche. Die Breite ist die selbe, wie bei der Schlaufe für erste Hälfte, die du bereits zugeschnitten hast.

 

(3) Die Länge der Lasche ermittelst Du durch Abmessen. Positioniere die Schlaufe mit der einen Hälfte des Verschlusses am Taschenboden und verschließe den Verschluss mit der anderen Hälfte. Miss nun den Abstand zur Klappe der Tasche aus. Dann addierst Du noch 0,5 cm Nahtzugabe hinzu. Achte beim Zuschnitt auf die Dehnbarkeit des Materials. Die rechte Schlaufe habe ich mit der Dehnung zugeschnitten, die linke im 45 Grad Winkel. Letztere wellte sich dadurch nicht.

(4) Da mich die linke Stoffseite nicht stört habe ich mir 2 Streifen zugeschnitten und sie einfach zusammengenäht. Sollte euch das stören, schneidet den Streifen doppelt so breit + Nahtzugabe zu, bügelt den Streifen mittig, die Nahtzugabe nach innen und fixiert alles links auf links. Die offene Kante knappkantig absteppen und der Optik wegen würde ich selbiges auch entlang der Bruchkante tun.

(5) Alternativ zum selber Nähen kannst du auch ein Webband nehmen.

(6) Damit die Kordel später Halt hat, benötigst Du insgesamt 6 Schlaufen. Die Länge ist abhängig vom Durchmesser Deiner Kordel. Nimm den Durchmesser mal 2 + Nahtzugabe (nur an der kurzen Seite).

(7) Lege Deine Schlaufen links auf links und nähe sie knapp kantig ab, damit sie beim Zusammennähen des Außenstoffes nicht verrutschen.

(8) Positioniere die Schlaufen für Deine Kordel, sowie die Schlaufe und die Lasche mit je einem Teil des Bikiniverschlusses (achte darauf, dass beide Vorderseiten später auf die Vorderseite Deiner Tasche kommen). Diese werden rechts auf rechts innen liegend fixiert und beim zusammennähen der Außenseite mit festgenäht. Was zu viel an Schlaufe übersteht, schneide ab. Zum Schluss schneide die Ecken schräg ab. Sei dabei vorsichtig, damit Du nicht in die Naht schneidest.

 

Du möchtest noch ein Reißverschlussfach auf der der Rückseite deiner Handytasche anbringen? Dann haben wir hier die Anleitung dazu für Dich.

Wenn Du auf das kleine Reißverschlussfach auf der Rückseite verzichten möchtest, dann überspringe diesen Absatz und gehe zum nächsten Schritt über.

Reißverschluss 'Add-On'

Wenn Du eine geübte Reißverschlusseinnäherin bist, dann werden dir viele der folgenden Arbeitsschritte bekannt vorkommen. Ansonsten gehen wir jetzt Step by Step den Weg gemeinsam.

Die Innentasche kannst Du zur Seite legen, in diesem Schritt benötigst Du lediglich die Teile A und B des bereits zugeschnittenen Außenstoffs, das Schnittmuster von Teil A, einen Reißverschluss, ein Reißverschlussfüßchen und ein Maßband.

(1) Auch bei dem Reißverschlussfach kannst Du die Maße individuell nach Deinen Wünschen und der Größe Deiner Handytasche bestimmen. Leg Dir das Schnittteil A, also die spätere Vorderseite, längs vor Dir hin. Ich habe das Fach 2,5 cm schmaler zugeschnitten. Du kannst natürlich auch die komplette Größe als Reißverschlussfach nehmen.

(2) Warum die Vorderseite, obwohl die Tasche doch auf der Rückseite ihren Platz haben soll? Weil das die maximale Fläche ist, die Dir zur Verfügung steht. Ansonsten läufst Du Gefahr, dass die Tasche in die Klappe der Handytasche rein ragt. So ist es mir nämlich bei meinem ersten Versuch passiert.

Den Reißverschluss einnähen

(1) Ich habe mich für einen Endlosreißverschluss entschieden und muss zunächst den Zipper auffädeln. Dies geht super einfach mit einer kleinen Kuchengabel, die Du Dir unter Deine Nähmaschine klemmst. Hast Du einen Reißverschluss mit einem bereits aufgefädelten Zipper, kannst Du diesen bedenkenlos einkürzen. Abgeschnitten werden die offenen Zahnreihen.

(2) In beiden Fällen solltest Du die Enden verriegeln. Ich mache das immer händisch, weil mir das offene Ende unter der Nähmaschine gerne verrutscht, sodass die Zähne zu weit auseinander stehen und eine unschöne Lücke entsteht.

(3) Damit die Reißverschlussenden hübsch aussehen, schneidest Du aus Deinem Außenstoff 2 Rechtecke aus. Die schmale Seite entspricht der Breite des Reißverschlusses. Die lange Seite ist doppelt so lang. Lege beide Rechtecke im Bruch links auf links zusammen.

(4) Die offene Seite legst Du bündig auf die schmale Seite des Reißverschlusses, die Bruchkante zeigt nach innen. Solltest Du dickes Material vernähen oder die linke Seite optisch nicht stören, kannst Du ein Quadrat zurechtschneiden und es mit der offenen Kante aufnähen. Das mache ich immer mit meiner Nähmaschine.

(5) So, jetzt wird's ernst und der Reißverschluss wird angenäht. Wenn Du noch nicht Deine Nähmaschine mit einem Reißverschlussfüßchen ausgestattet hast, dann hole das nun nach. Lege den Reißverschluss rechts auf rechts, bündig entlang der Stoffkante C, auf und fixiere alles. Nähe alles zusammen.

 

(6) Wenn Du beim Zipper angekommen bist, lasse die Nadel versenkt im Stoff und hebe den Nähfuß an. Jetzt kannst Du ganz entspannt den Zipper am Füßchen vorbei führen.

(7) Anschließend senke das Füßchen wieder ab und nähe das letzte Stück des Reißverschlusses fest.

(8) Der schöneren Optik wegen, steppe die Reißverschlussnaht noch knappkantig ab. Dazu nehme ich immer das normale Füßchen. Bei weniger gut rutschenden Materialien greife ich auf ein Teflonfüßchen zurück. Zu guter Letzt klappe die Seiten ein und steppe sie knappkantig ab.

(9) Das Reißverschlussfach legst Du jetzt links auf rechts auf Teil B des Vorderstoffes. Lege Dir Teil A daneben, um die Position des Reißverschlussfachs besser ermitteln zu können.

(10) Fixiere das Reißverschlussfach und nähe dieses knappkantig an allen vier Seiten auf Teil B fest. Überschüssigen Stoff schneide ab.

(11) Und schon bist Du mit diesem Schritt fertig! Jetzt geht es mit dem Zusammennähen der Außen- und Innentasche weiter. 

Zusammennähen von Außen- und Innentasche

(1) Jetzt ist etwas Geduld gefragt, denn nun werden beide Taschen zusammengenäht. Dazu werden die fertige Außentasche rechts auf rechts in die Innentasche gesteckt. Bei Materialien wie (Kunst-) leder, Softshell und SnapPap fixiere beide Taschen mit WonderClips, da Stecknadeln unschöne Löcher in Deiner Tasche hinterlassen. Der violette Pfeil zeigt die Position.

(2) Beim Zusammennähen fange am besten auf der schmalen Seite an, wo auch die Lasche (violetter Pfeil) vorab angenäht wurde. Auf dem folgenden Bild ist gut zu erkennen, wie Du die Handytasche unter der Maschine führst.

(3) Wenn Du jetzt die Handytasche verschlossen hast, fange an die "guten"Stoffseiten nach außen zu wenden. Deine Tasche sollte nun so aussehen, wie auf dem unteren Bild.

Wendeöffnung schließen

(1) Bevor Du die Wendeöffnung schließt, kontrolliere unbedingt alle Nähte, ob diese ordentlich verschlossen sind und auch alle Ecken gut ausgeformt sind. Damit letzteres unfallfrei geschieht, forme die Ecken mit einem spitzen aber nicht scharfen Gegenstand nach außen. Alternativ kannst du auch die Rückseite eines Bleistiftes nehmen. Hauptsache schmal und stumpf.

(2) Wenn alles zu Deiner Zufriedenheit ist, klappe die Nahtzugabe der Wendeöffnung nach innen ein, fixiere sie und nähe sie mit einem geraden Stich zusammen. Jetzt wird die Innentasche in die Außentasche gesteckt.

(3) Zum Schluss fädelst Du Deine Kordel durch die Schlaufen Deiner Handytasche. Ich habe die Enden dazu mit einfachem Klebeband stramm zusammengedreht, sodass eine kleine Spitze entsteht. So kann das Band nicht ausfransen und Du bekommst es locker durch die Schlaufen gefädelt.

(4) Fädele nun die Kordelenden auf, entferne den Klebestreifen, verknote das jeweilige Ende und streife das Kordelende über den Knoten. Der Knoten sollte groß genug sein, damit das Kordelende nicht abrutscht.

Im letzten Schritt verbindest Du beide Kordeln miteinander.

Das war es auch schon! Hab viel Spaß mit der Anleitung. Bei Fragen schreib einfach einen Kommentar hier unter den Beitrag oder noch schneller bekommst Du Antworten, wenn Du deine Frage in der StoffMetropole Nähcommunity zeigst. Dort findest Du nicht nur Antworten, Du kannst dich auch mit gleichgesinnten Austauschen und deine wunderbaren Nähzauberwerke zeigen.

Mit herzlichen Grüßen

Anne & Timo sowie das gesammte StoffMetropole Team! 


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