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Kordel Ratgeber

22.10.2021 09:30

Der Banner zeigt eine Vorschau, was von diesem Ratgeber zu erwarten ist sowie ein Kordelbild.

Heute erfährst Du all das, was Du schon immer über Kordeln wissen wolltest: Wofür kann ich sie nutzen, worauf muss ich achten und wie fädele ich sie ein? Außerdem lernst Du mehrere Möglichkeiten kennen, wie Du Kordelenden verschönern kannst und was es mit der Kordelnorm auf sich hat.

Nähen mit Kordeln

Viele Nähanfänger halten sich zuerst von Kordeln fern. Vielleicht ist es die Angst vor der Nutzung von Ösen oder dem Tunnelzug nähen, eventuell weißt Du aber einfach nicht, wofür Du Kordeln verwenden kannst.

In erster Linie werden Kordeln für Kapuzen und Kragen genutzt. Sie werden durch einen Tunnelzug (dieser hält die Kordel an Ort und Stelle, sodass sie nicht in den unteren Teil der Kapuze rutscht) gefädelt und können durch Zug am Band den Stoff zusammenziehen. So kannst Du Dir bei windigen Tagen den Kapuzenausschnitt verkleinern und musst weniger frieren.

Es gibt sie in runder und flacher Form.

Hier siehst Du eine Rundkordel im Vergleich zu einer Flachkordel (auch Hoodieband genannt):

Das Bild zeigt eine graue Rundkordel.  Das Bild zeigt eine flache Kordel oder Hoodieband in lachs.  

Tipp: Alle Produktbilder kannst Du anklicken und das gezeigte Produkt direkt shoppen!

Kordeln sind ebenso tolle Dekoelemente. Es gibt sie in vielen Farben, aber auch mehrfahrbige Kordeln sind erhältlich.

Das Bild zeigt eine bunte Kordel in rosa, lila und blau.  Das Bild zeigt mehrfarbige, runde Kordeln.

Ein wunderbares Beispiel, wie Kordeln als Details fungieren können, siehst Du bei diesem Probenähbeispiel:

Das Bild zeigt ein Probenähbeispiel vom Hoodieglück mit gelben Kordeln als Detials.

Die liebe Rotwein bei Vollmond hat hier das StoffMetropole Schnittmuster Hoodieglück in petrolfarbenem Stoff genäht und durch gelbe Kordeln tolle Akzente gesetzt. Sie hat Hoodieband (Flachkordeln) genutzt und es als Fake Kordel eingenäht. Das siehst Du besonders gut auf dem rechten Bild (anhand der Naht rechts neben der Kordel). 

Auch Kinderkleidung wird oft mit Kordeln versehen. Welche Gefahren dadurch entstehen und wie Du diese verhindern kannst, lernst Du im Folgenden.

 

Kordelnorm aufgrund von Strangulationsgefahr

Beim Verwenden von Kordeln musst Du besonders bei Kinderkleidung vorsichtig sein. Schnell ist es passiert, dass die Kleinen ungewollt an der Kordel ziehen und sich die Kapuze immer weiter schließt.

Auch bei Deiner Dekoration oder Wohnaccessoires solltest Du Acht geben, wenn Kinder zu Besuch sind oder damit spielen. Lange Schnüre an Kissen oder Vorhängen können schnell zur Gefahr werden, wenn die Kinder unbeaufsichtigt sind.

Aufgrund mehrerer Unfälle mit teils tödlichem Ausgang wurde im Jahr 2003 erstmals eine Kordelnorm verfasst. Die Norm DIN EN 14682 reguliert den Einsatz von dekorativen und zweckmäßigen Kordeln an Kinderbekleidung und -Accessoires.

So ist es beispielsweise nicht erlaubt, Kordeln im Bereich des Halses, Kopfes und der Brust bei Kinderkleidung für Kinder bis 7 Jahre einzusetzen. Alle Kordeln unterhalb des Schrittes dürfen ebenso nicht über den Saum des Kleidungsstückes hinausgehen.

Durch die Norm sollen Kinder geschützt und ihr Verletzungsrisiko verringert werden. Verstöße gegen diese Norm werden bei Verkäufern von Kinderkleidung hart bestraft.

 

Fake Kordeln

Eine tolle Möglichkeit, Kinderkleidung dennoch mit Kordeln zu verzieren, sind sogenannte Fake Kordeln. Wie der Name schon sagt werden diese nicht durch die Kapuze oder den Kragen gezogen, sondern erzeugen nur die Optik einer Kordel.

Wie Du ganz einfach Fake-Kordeln nähst, siehst Du in der StoffMetropole Anleitung Hoodieglück für Kinder.  

 

Tunnelzug nähen

Damit Du eine Kordel einfädeln kannst, braucht es nicht nur Ösen oder eine Öffnung. Du musst rund um die Stelle, wo die Kordel später liegen soll, einen Tunnelzug einnähen. So verhinderst Du, dass die Kordel nach oben oder unten verrutscht und Du statt dem vorderen, den hinteren Teil der Kapuze zuziehst.

Einen Tunnelzug nähst Du wiefolgt (nachdem Du Ösen / Ösen Patches eingesetzt hast):

  1. Markiere Dir rund um Deinen Kragen / Kapuze eine gerade Linie
    • Diese verläuft knapp unter den Ösen / Ösenpatches
  2. Steppe diese Linie mit einem einfachen Geradstich ab und achte darauf, dass der Stoff ordentlich ausgerichtet ist
  3. Verriegle Nahtende und -anfang gut.
  4. Schon ist Dein Tunnelzug fertig. Fädle nun die Kordel ein.
 

Kordeln einfädeln – Tipps

Bestimmt kennst Du es auch: Deine Kordel will einfach nicht durch den Tunnelzug rutschen. Am besten hilft es, wenn Du eine Sicherheitsnadel an einem Kordelende befestigst. Dank der Sicherheitsnadel hast Du etwas zum Greifen und kannst die Kordel in kurzer Zeit durch Deinen Tunnelzug fädeln. Greife dabei immer wieder nach, sodass sich die Naht nicht zu sehr zusammenzieht oder schlimmstenfalls reißt.

Sollte Deine Kordel sehr dick sein und kaum durch die Ösen passen, kannst Du Dir mit einem Streifen Tesafilm behelfen. Wickle ihn sehr stramm um den Kordelanfang und schütze ihn so vor dem Ausfransen. Zudem verkleinerst Du ein Stück der Kordel und kannst sie so bequem durch die Öse fädeln.

Tipp: Den Trick mit dem Klebestreifen kannst Du auch noch wann anders angewenden. Klebe dazu einen Streifen Klebeband um die Stelle der Kordel, and der Du sie auseinanderschneiden musst. So ist das übrige Stück direkt geklebt, es ribbelt nicht auf und Du kannst es das nächste Mal bequem einfädeln.

 

Kordelstopper

Damit eine Kordel nicht aus dem Tunnelzug rutschen kann, gibt es sogenannte Kordelstopper. Diese sind vor allem bei viel beanspruchter Kleidung sinnvoll. Ansonsten kann es schnell passieren, dass nur an einem Kordelende gezogen wird und Du die Kordel schon bald ganz in der Hand hast. Auch bei der Wäsche kann eine Kordel schnell verrutschen. 

Kordelstopper gibt es in verschiedenen Ausführungen: Aus Metall, aus farbigem Plastik oder als Gummistopper. Hier spielt Dein Geschmack die größte Rolle und Du kannst Dich bei der großen Vielfalt austoben.

Du findest sicher für jeden Stoff den richtigen Stopper!

Das Bild zeigt hellblaue Kordelstopper aus Plastik in rund.  Das Bild zeigt metallische Kordelstopper in silber. Das Bild zeigt schwarze Kordelenden aus Gummi, die Du einfach um das Kordelende klappen kannst.

 

Kordelenden verschönern

Damit Deine Kordeln nicht immer weiter ausfransen, musst Du die Enden bearbeiten. Dafür hast Du mehrere Möglichkeiten.

Zwar ist die einfachste Version, das Anbrennen der Kordelenden, besonders simpel, aber ein schwarzes Kordelende sieht nur selten toll aus. Zudem fühlt sich das Ergebnis hart und unflexibel an.

Daher erhältst Du hier drei weitere Ideen, wie Du Kordeln am Ende verschönerst.

 

Snap Pap oder dünnes Kunstleder

Diese Methode erzeugt besonders tolle Kordelenden, die sich sehen lassen können. Je nach Farbe der Snap Pap passt diese Variante hervorragend zu Ösenpatches und erzeugt einen harmonischen Look.

Schneide Dir aus Deinem Material ein Rechteck zu. Je nachdem, wie weit die Kordel davon bedeckt sein soll, schneidest Du es zu. Addiere sowohl in Länge und Breite eine Nahtzugabe.

Wickle das Material besonders eng um Deine Kordel. Es muss stramm sitzen, damit es gut hält. Nähe dann so knappkantig wie möglich am Ende der Kordel, auf der Snap Pap entlang. Ein paar Stiche sollten dabei in die Kordel gehen, damit Du sie ausreichend fixierst.

Diese Nähte sind später sichtbar, weshalb Du farblich passendes Garn verwenden solltest (oder Du entscheidest Dich bewusst für einen Kontrast).

Du kannst Dir fertige Kordelenden aus Kunstleder ebenso kaufen und sie mit wenigen Stichen an der oberen Öffnung annähen. Das Produkt siehst Du hier (Du kannst es direkt anklicken und shoppen) und kannst es direkt in Aktion bestaunen (Foto rechts):

Das Bild zeigt fertige Kordelenden aus Kunstleder in braun.  Das Bild zeigt Kordelenden aus Leder in Aktion.

Schrumpfschlauch

Eine relativ neue Möglichkeit ist die Verwendung von Schrumpfschlauch.

Das Bild zeigt einen um die Kordel gelegten Schrumpfschlauch.

Diesen legst Du um die Kordel und erhitzt ihn. Dafür kannst Du ein Feuerzeug nehmen, musst jedoch vorsichtig sein, da die Kordel oder der Schlauch selbst schnell anbrennen können. Um das zu vermeiden, kannst Du den Schlauch auch über einer Kerze gleichmäßig drehen.

Garantiert erfolgreich ist der Prozess jedoch, wenn Du das umwickelte Kordelende in heißes Wasser legst oder es begießt (vorsichtig!).

Aufgrund der Hitze zieht sich der Schlauch zusammen und umgibt das Kordelende. So hast Du einen garantiert bombenfesten Abschluss, der auch etliche Wäschen übersteht.

Wenn Du den ausgefransten Look magst, kannst Du das Kordelende auch etwas aus dem Schrumpfschlauch herausragen lassen. So brauchst Du keine Sorge vor einem kompletten Aufribbeln zu haben und profitierst dennoch von der puscheligen Optik.

 

Metallische Kordelenden

Diese Variante eignet sich vor allem für etwas dünnere Kordeln. Du ziehst ein gekauftes Kordelende (meist aus Metall) über den Kordelabschluss und verknotest dieses. Wenn Du das Metallstück dann eng an den Knoten schiebst, ist davon nichts mehr sichtbar und Du hast einen edlen Abschluss geschaffen.

Das Bild zeigt silberne Kordelenden.

 

Meterware – Kordeln bei StoffMetropole

Oft brauchst Du nicht besonders viel Kordel und wenige Meter genügen. Manchmal benötigst Du aber auch eine lange Kordel am Stück. Damit Du genau die Menge bekommst, die Du brauchst, sind Kordeln auf stoffmetropole.de als Meterware erhältlich.

Nutze sie für Hoodies, als tolle Akzente oder für das Straffen eines Bundes. Bestimmt hast Du einige Schnittmuster, die Kordeln vorsehen oder viele Ideen, wie Du sie einsetzen kannst.

Entdecke die große Kordelauswahl im Onlineshop und shoppe jedes Modell schon ab 2m. So bist Du besonders flexibel und kannst Deinen Kordelvorrat vergrößern.

Zum Kordelsortiment!

 

Kordelnähen

Mit dieser Technik erhältst Du besondere Unikate. Du nähst eine Kordel von außen (rechts) auf den Stoff, sodass sie für ein optisches Highlight sorgt. Das Muster kannst Du Dir dabei frei auswählen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Herz, einem Segelboot oder einem einfachen Schriftzug? Alternativ sind auch grafische Muster möglich, sodass die Kordel ohne erkennbares Motiv auf dem Stoff verläuft.

Das Bild zeigt, wie Kordelnähen in Herzform aussehen kann. Hier wurde eine blaue Kordel in geschwungenen Linien auf den Hoodie gelegt.

Nun musst Du das Muster nur noch gut mit Stecknadeln fixieren und es mit einem Geradstich (große Stichlänge) annähen. Es eignen sich runde, sowie flache Kordeln und Hoodiebänder.

Diesen Effekt kannst Du ebenfalls mit Zackenlitze erzielen.

 

Kordel selber machen

Du möchtest einen Kordlezug nähen und hast keine Kordel mehr zuhause? Wenn Du keine Kordel bestellen möchtest, kannst Du sie ebenfalls selber machen. Das dauert zwar seine Zeit, ist aber möglich.

  1. Schneide Dir mindestens einen Faden zu, der viermal so lang ist, wie Dein Endergebnis werden soll. Du kannst auch zwei oder ganz viele Fäden nehmen, da sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.
  2. Lege die Fäden doppelt und hänge sie mit der Schlaufe über eine Türklinke oder einen Fenstergriff (Fenster auf Kipp, damit der Griff nach oben schaut). Halte die Fäden nun auf Spannung (bei langen Fäden musst Du ziemlich weit weg vom Fenster / der Türklinke stehen).
  3. Drehe die Fäden nun immer in die gleiche Richtung und mache das so lange, bis sich das Garn beim Lockerlassen etwas kräuselt.
  4. Wenn sich das Garn schon beim leichten Lockerlassen einrollt, ist der erste Schritt getan. Führe das Fadenende zum an der Tür / am Fenster befindlichen Anfang und halte beides gut fest. Die Kordel kräuselt sich nun ein.
  5. Sollte sie sich zu Beginn unregelmäßig aufrollen, streiche sie einfach mehrmals glatt (lasse dabei Kordelanfang und -ende niemals los!).
  6. Verknote nun Kordelbeginn und -ende und schon bist Du fertig!      
 

Nun hast Du einiges über Kordeln gelernt und bestimmt etwas Neues erfahren. Solltest Du noch weitere Fragen haben, stelle sie gerne in einem netten Kommentar unter diesem Beitrag.

Falls Du nun Lust hast, mit Kordeln zu experimentieren oder einen Hoodie zu nähen, findest Du tolle Stoffe, Kurzwaren und passende Bänder auf stoffmetropole.de! 

Zum Onlineshop!

 

Zum Abschluss wünschen wir Dir viel Spaß mit einigen Nähbeispielen, bei denen Kordeln zum Einsatz kamen. So erhältst Du einen guten Überblick, wie vielfältig das Zierband ist. Alle Probenäherinnen und Kunden haben das Schnittmuster Hoodieglück vernäht. 

 

Herzliche Grüße

Anne und Timo von StoffMetropole


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