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Der Nähmaschinen Guide

09.08.2021 09:20

Das Thema „Handarbeit“ und speziell das Nähen ist in den letzten Jahren wieder so aktuell wie lange nicht. Immer mehr kreative Menschen finden Gefallen an diesem großartigen Hobby und der Möglichkeit, ganz individuelle Kleidungsstücke und Accessoires herzustellen. Ob für Dich, Dein Kind, die beste Freundin, den Opa, die Erzieherin im Kindergarten, den Lieblingsfriseur…für jeden finden sich Nähprojekte für tolle Geschenke.

Fängst Du an, Dich mit dem Thema „Nähen“ auseinanderzusetzen, stellt sich Dir fast unmittelbar die Frage, welches Equipment Du dafür benötigst. Unverzichtbar ist selbstverständlich eine Nähmaschine. Beginnst Du dann zu diesem Thema zu recherchieren, wirst Du regelrecht überrollt von den vielen unterschiedlichen Maschinen, die es mittlerweile zu kaufen gibt. Wir möchten Dir mit diesem Blogbeitrag helfen und etwas Licht ins Dunkle bringen. Fragen wie: „Welche Maschinen gibt es überhaupt?“ oder „Welche Maschine brauche ich für den Start“ versuchen wir Dir kompakt zusammengefasst zu beantworten.

Dabei möchten wir jedoch bewusst keine konkreten Empfehlungen für bestimmte Maschinen oder Hersteller aussprechen. Denn ähnlich wie bei Autos gibt es auch beim Thema Nähmaschinen kein richtig oder falsch. Welche Maschine für Dich die Richtige ist hängt von unzähligen Faktoren ab, wie beispielsweise Budget, angestrebten Nähprojekten, persönlichen Vorlieben, Platzmöglichkeiten und vielem mehr. Wir empfehlen Dir deshalb, Dich vor dem Kauf nochmals umfassend online oder in einem örtlichen Fachgeschäft beraten zu lassen, um so die für Dich beste Maschine auswählen zu können.

Starten wir doch mal mit der ersten und vielleicht wichtigsten Frage:

 

Welche Nähmaschinen gibt es?

Zunächst kannst Du grob zwischen Haushaltsmaschinen und Industriemaschinen unterscheiden. Industriemaschinen sind sehr leistungsstarke Nähmaschinen für besonders dicke oder schwierig zu vernähende Stoffe wie Leder oder sehr feine Stoffe wie Seide. Sie sind meistens deutlich größer als normale Haushaltsmaschinen, laufen mit Starkstromanschluss und sind spezialisiert auf eine bestimmte Stich- oder Stoffart, um diese im Dauerbetrieb vernähen zu können. Da jedoch die Allermeisten vermutlich nur im Hobbybereich nähen möchten, gehen wir auf diese Art Nähmaschinen in diesem Blogbeitrag nicht weiter ein, sondern konzentrieren uns auf die sogenannten Haushaltsnähmaschinen. Hierbei handelt es sich um kompakte, handliche Maschinen, die je nach Hersteller und Preisklasse eine mehr oder weniger umfassende Funktionsauswahl mitbringen. Diese können dann mit den richtigen Nähmaschinen-Nadeln so ziemlich alle Materialien problemlos vernähen und schöne Ergebnisse liefern. 

 

Welche Arten von Haushaltsnähmaschinen gibt es?

Der Markt der Haushaltsnähmaschinen wächst in den letzten Jahren aufgrund der hohen Nachfrage enorm. Während es vor einigen Jahren kaum oder wenn nur sehr teure Nähmaschinen gab, gibt es heute von vielen Herstellern bereits relativ günstige Einsteigermodelle, sowohl für Freiarm-Nähmaschinen als auch für Spezialmaschinen wie Overlock oder Coverlock. 

 

Die nachfolgende Grafik gibt dir schon einmal einen groben Überblick, welche unterschiedlichen Maschinen es überhaupt gibt:

Die Freiarm-Nähmaschine      

Die sogenannte Freiarm-Nähmaschine* ist die Basis für alle Näharbeiten und somit unverzichtbar. Wenn Du mit dem Nähen starten möchtest, ist sie die erste Maschine, mit der Du Dich auseinandersetzen solltest. Sie bietet alle Grundfunktionen, die Du benötigst und theoretisch kannst Du alle deine Nähprojekte ohne eine zusätzliche Maschine auf ihr realisieren. Mit ihr kannst du zusammennähen, absteppen, Reißverschlüsse einnähen, säumen, Knopflöcher nähen, Applikationen aufnähen und vieles mehr.

Dabei gibt es für die einzelnen Arbeitsschritte sowohl unterschiedliche Nähfüße (z.B. Reißverschlussfuß, Knopflochfuss etc.) als auch für jedes Material, das Du vernähen möchtest, verschiedene Nadelarten. Darauf, welche Nadeln es alles gibt und welche du am besten für die unterschiedlichen Materialien einsetzt, gehen wir demnächst nochmal in einem separaten Blogbeitrag ein.

Bei den Freiarm-Nähmaschinen kann nochmal unterschieden werden zwischen mechanischen und Computer-Nähmaschinen. Der größte Unterschied liegt darin, dass bei einer mechanischen Nähmaschine alle Funktionen von Hand, zum Beispiel mit einem Drehrad oder einem Hebel eingestellt werden, während die Bedienung einer Computernähmaschine über ein Touch-Display oder eine Tastatur erfolgt.

Des Weiteren besitzen Computernähmaschinen im Vergleich zu mechanischen Maschinen eine deutlich größere Funktionsauswahl, wie beispielsweise mehrere Zierstiche, eine (automatische) Einstellung der Fadenspannung, eine automatische Vernähfunktion und einen Fadenabschneider.

Braucht man denn als Anfänger direkt eine Computernähmaschine? Diese Frage kann man nicht eindeutig mit ja oder nein beantworten. Das hängt ganz davon ab, welche Nähprojekte du zukünftig planst, welche persönlichen Vorlieben du hast und ob Du generell technikaffin oder eher traditionell eingestellt bist. Um Dich bei dieser Entscheidungsfindung zu unterstützen, haben wir im Folgenden einige Vor- und Nachteile der beiden Maschinenarten aufgelistet, um Dir einen kleinen Überblick und Vergleich zu geben:

 

 

Generell kann man sagen, dass sich eine Computernähmaschine auf jeden Fall lohnt, wenn Du jetzt schon planst, zukünftig sehr oft zu nähen und viele unterschiedliche Materialien zu verwenden. Durch die meist automatische Einstellung der Computernähmaschine gelingen Dir, mit ein bisschen Einarbeitung in die Funktionen, auch als Anfänger schon anspruchsvollere Nähprojekte. Wenn Du aber erst einmal testen möchtest, ob Dir das Nähen überhaupt Spaß macht oder Du nur ganz selten eine Kleinigkeit nähen möchtest, kannst Du auch mit einer mechanischen Maschine tolle Ergebnisse erzielen.

 

Die Overlock       

Die Overlock* ist neben der Freiarm-Nähmaschine die wahrscheinlich meistgenutzte Maschine im Hobbybereich. Sie hat die Fähigkeit, den Stoff in einem Arbeitsschritt zusammenzunähen, den überstehenden Stoff abzuschneiden und die Stoffkanten zu versäubern. Dabei arbeitet sie standardmäßig mit vier Fäden gleichzeitig, wobei zwei durch Nadeln laufen und jeweils einer durch den sogenannten Obergreifer und Untergreifer. Das Zusammenspiel dieser vier Fäden ergibt eine sehr ordentliche und elastische Naht, die perfekt die Stoffkanten umschließt.

Die überstehende Stoffkante wird dabei direkt während des Nähens durch ein seitliches Messer abgeschnitten. Deshalb ist sie besonders gut geeignet, wenn du viele Nähprojekte aus elastischen Stoffen wie z.B. Jersey oder Sweat planst. Dadurch, dass sie mehrere Arbeitsschritte miteinander kombinieren kann, arbeitet sie deutlich schneller und effektiver, als wenn Du den elastischen Stoff mit einem Zickzack oder Fake-Overlockstich Deiner Nähmaschine zusammennähst. Aber auch das Versäubern von Webwarestoffe, um ein späteres Ausfransen zu verhindern, ist mit einer Overlock wesentlich einfacher und schneller erledigt.

Eine Overlock kann aber nicht nur mit vier Fäden nähen, sondern hat auch noch, je nach Modell, verschiedene Spezialstiche, wie z.B. Rollsaum, Flatlocknaht, 3-fädige Nähte etc. Mit diesen Spezialstichen kannst Du beispielsweise einen alternativen Saumabschluss zaubern oder besonders schwierig zu vernähende Stoffe verbinden. Dafür kannst Du je nach Stichart eine Nadel entfernen, die Fadenspannung anpassen und / oder das Messer abschalten. Mit ein bisschen Übung und den richtigen Einstellungen ist es sogar möglich, Stoff zu Rüschen zu raffen. Zusätzlich gibt es noch diverse Extra-Nähfüße, mit denen Du weitere schöne Spezialeffekte erzielen kannst.

Der Hauptvorteil einer Overlock im Hobbybereich ist aber sicherlich die Möglichkeit, elastische Stoffe wie z.B. Jersey mit dehnbaren Nähten zu stabilen Kleidungsstücken zu vernähen. Außerdem sehen die Nähwerke auch innen sehr ordentlich und professionell vernäht aus. Da es jedoch mit einer Overlock nicht möglich ist „innerhalb“ des Stoffes zu nähen, ist sie lediglich eine Ergänzung zur normalen Freiarm-Nähmaschine und kann diese nicht ersetzen. Selbst wenn Du das Messer abschaltest, kannst Du aufgrund der Bauart nur dicht an der Stoffkante nähen, was ein Absteppen von Nähten, das Annähen von Reißverschlüssen oder Applikationen unmöglich macht.

 

Die Coverlock     

Auf den ersten Blick ist eine Coverlock* optisch kaum von einer Overlock zu unterscheiden. Sie arbeitet ebenfalls mit mehreren Nadeln und einem Ober- und Untergreifer. Im Gegensatz zur Overlock ist sie aber in der Lage, auch in der Mitte des Stoffes elastische Nähte zu nähen, da sie etwas anders gebaut ist und kein Messer besitzt, welches die Stoffkante abschneidet.

Vereint also eine Coverlock dann die Vorteile einer Nähmaschine und einer Overlock? Leider nicht. Auch die Covermaschine ist lediglich eine weitere Ergänzung zur normalen Nähmaschine und der Overlock. Die Coverlock kann weder abschneiden noch versäubern wie eine Overlock. Noch kann sie Reißverschlüsse, Knopflöcher oder enge Kurven nähen. Für was benötigt man denn dann so eine Maschine?

Die Coverlock hat die Fähigkeit, sehr saubere elastische Saumnähte zu nähen. Es ist zwar auch möglich dies mit der Overlock und der Zwillingsnadel an der normalen Nähmaschine optisch nachzuahmen, allerdings sind diese Nähte bei weitem nicht so dehnbar und stabil wie eine Covernaht. Außerdem bietet die Coverlock mit etwas Zusatzequipment, wie z.B. einem Bandeinfasser, nochmals weiter Möglichkeiten für alternative Saumabschlüsse.

Eine Coverlock ist also eine weitere Zusatzmaschine, die mehrere Arbeitsschritte kombinieren und Dir somit deine Arbeit noch mehr beschleunigen und erleichtern kann.

 

Spezialmaschinen

Neben den eben aufgezählten Maschinen gibt es noch eine ganze Reihe Spezialmaschinen. Diese besitzen dann zusätzliche Funktionen wie z.B. eine reine Stickmaschine* oder kombinieren die Funktionen der oben genannten Maschinen wie beispielsweise eine Nähen/Sticken* oder Overlock/Coverlock Kombination.

Diese Maschinen machen jedoch nur Sinn, wenn du Dich schon sehr sicher in der Nähwelt bewegst und auf der Suche nach neuen Herausforderungen bist. Spezialmaschinen erfordern meist sehr gute Vorkenntnisse im Bezug auf Materialien und Nähtechnik. Oft sind gerade auch die Kombimaschinen mit einem größeren Umbauaufwand verbunden, um von der einen auf die andere Funktion wechseln zu können. Auch erfordern sie häufig ein großes Maß an Zusatzequipment als Grundaustattung (z.B. Stickvlies, Stickgarn, Spezialnadeln), sodass sehr schnell sehr hohe Anschaffungskosten entstehen können.

 

Fazit:  Welche Nähmaschine brauche ich für den Start?

Im vorherigen Abschnitt haben wir Dir schon ausführlich die einzelnen Funktionen der unterschiedlichen Maschinen erklärt.

Ob Du direkt mit einer Overlock zusätzlich zur Freiarm-Nähmaschine in dein Abenteuer „Nähen“ starten möchtest, hängt von Deinem Budget und deinem Ehrgeiz ab, Dich direkt mit mehreren neuen Geräten auseinanderzusetzen.

Zusammenfassend kannst Du Dir merken, dass eine Overlock auf jeden Fall eine tolle Ergänzung ist, an der Du auch im Hobbybereich irgendwann fast nicht mehr vorbeikommst. Zum Start für die ersten einfache Nähprojekte und um zu testen, ob Dir das Nähen überhaupt Freude macht, ist sie aber auf keinen Fall zwingend notwendig.

Bildlich dargestellt bauen die Maschinen also in der Anschaffungsreihenfolge, wenn du erst einmal langsam starten möchtest, folgendermaßen aufeinander auf:

Wir hoffen, wir konnten Dir mit unserem Überblick ein wenig Licht ins Dunkle bringen und Dich bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

 

Du hast Lust, Dich intensiv mit dem Hobby Nähen auseinanderzusetzen? Dann schaue gerne in unserem Sortiment vorbei und finde Stoffe für Deine ersten Nähprojekte! 

 

Zur den Stoffen

 

Wenn Du Lust auf weitere Infos rund um das Thema „Nähen“ hast dann komm doch in unsere Facebookgruppe StoffMetropole Nähcommunity. Dort findest Du viele Gleichgesinnte und kannst Dich mit ihnen zu allen Themen rund um das Nähen austauschen.

Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude mit Deiner Nähmaschine

Anne und Timo von StoffMetropole

 

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