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Schnittmuster übertragen - Grundlagen & Tipps

21.09.2021 12:06

Um ein Schnittmuster auf Deinen Stoff zu übertragen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Hier lernst Du, welche Optionen Du hast und wann sich welche Alternative für Dich eignet. Du erfährst, wie Du Dein Schnittmuster auf den Stoff zeichnen kannst ohne es zu zerschneiden und profitierst von wertvollen Tipps rund ums Übertragen, Zuschneiden und Aufbewahren Deiner Schnittmuster. 

Schnittmuster auf den Stoff bringen – So geht’s

  1. Wasche & bügle (falls nötig) Deinen Stoff 
  2. Leg Dir Deinen Stoff ordentlich hin, schaffe Dir genug Platz 
  3. Lege Dir den Stoff ggf. im Bruch und achte auf Motiv und Fadenlauf
  4. Stelle Dir die Frage: Ist die Nahtzugabe enthalten? Falls nein: Zeichne sie Dir an. 
  5. Für eventuelle Schnittmuster Anpassungen ist jetzt der richtige Moment!
  6. Wähle eine geeignete Methode, um das Schnittmuster zu übertragen
  7. Übertrage alle Markierungen (Fadenlauf, Abnäher etc.) 
  8. Schneide entweder an den aufgezeichneten Linien entlang 
  9. Oder: Beschwere / befestige das Schnittmuster und schneide direkt daran entlang

Du möchtest Dir vielfältige Papierschnittmuster in mehreren Größen bestellen? Dann schau in der großen Auswahl der StoffMetropole vorbei, in der Du sicher fündig wirst!

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Tipp: Wie Du den Fadenlauf erkennst und warum eine Nahtzugabe so wichtig ist, erfährst Du ebenfalls hier im Blog. 

 

Vier Möglichkeiten Schnittmuster auf Deinen Stoff zu übertragen

Je nach Bedarf gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Dein Schnittmuster auf den Stoff zu übertragen. Dabei spielt nicht nur Deine Erfahrung eine Rolle, sondern auch, wie variabel das Schnittmuster ist und bleiben soll.

1. Einzelgröße – Schnittmuster ausschneiden & aufzeichnen

Am einfachsten ist es zweifelsohne, wenn Du ein Schnittmuster in nur einer Größe besitzt. Das kann zum Beispiel bei Accessoires wie Taschen oder bei Einheitsgrößen der Fall sein. Vielleicht weißt Du auch, dass Du Dein Schnittmuster nur für Dich nähen wirst und kannst Dich deshalb auf eine Größe beschränken. 

In dem Fall kannst Du Dir das Schnittmuster (in der gewünschten Größe) direkt ausschneiden und auf den Stoff übertragen (wie Du dabei vorgehst, kannst Du der Aufzählung oben entnehmen). Nutze dazu Schneiderkreide (in einer kontrastreichen Farbe zu Deinem Stoff), einen Kreidestift oder Trickmarker.

Trickmarker sind besonders praktische Stifte, um etwas auf Stoff zu malen. Du profitierst von ihrer guten Sichtbarkeit, da sie einem Filzstift ähneln. Gleichzeitig lassen sie sich jedoch rückstandslos entfernen. Das geht, wie bei diesem Exemplar, mit Wasser. Feuchte Deinen Stoff einfach dort an, wo Du gemalt hast und schon verschwindet der Stift. Andere Trickmarker wie dieser sind selbstlöschend und verschwinden nach einiger Zeit von allein.

Solltest Du keine Trickmaker oder passende Kreide haben, kannst Du einen Filzstift nutzen. Zeichne dann unbedingt auf der linken Stoffseite, um auf Deinem genähten Ergebnis später keine Stiftspuren zu sehen.

Alternativ kannst Du das Schnittmuster gut befestigen und direkt drumherum schneiden, wie Du es hier siehst:

2. Schnittmuster übertragen ohne es Auszuschneiden – Auf Papier & Stoff 

Hast Du ein Schnittmuster mit mehreren Größen gekauft, ist das Übertragen auf Stoff etwas komplizierter. Vor allem bei Kindergrößen oder, wenn Du für mehrere Personen nähst, kann sich die benötigte Schnittmustergröße schnell ändern. Was kannst Du also tun, um Dein Schnittmuster nicht auseinanderschneiden zu müssen?

     2.1 Schnittmuster Abpausen mit Transparentpapier, Schnittmusterpapier und Co.

Eine Möglichkeit ist das Abpausen. Mit dieser Technik bleibt Dein Papierschnittmuster ganz und Du kannst auch in Zukunft noch alle Größen verwenden. 

Um Dein Schnittmuster abzupausen, kannst Du Transparentpapier nutzen. Lege es auf Deinen Schnittmusterbogen und zeichne mit einem Bleistift die Linien nach, die Du benötigst. Am besten klappt dies mit Seidenpapier oder  Schnittmusterpapier.

Sollte Dein Papier nicht transparent genug sein, kannst Du das Schnittmuster am Fenster abpausen:

     2.2 Schnittmuster abzeichnen mit einem Kopierrädchen

Hast Du kein transparentes Papier zur Hand, kannst Du eine andere Methode verwenden. Lege Dein Schnittmuster dazu auf ein Papier Deiner Wahl (z.B. Kopierpapier, Pappkarton etc.). Damit Du auch innenliegende Linien abzeichnen kannst, ohne Deinen Schnittmusterbogen auseinanderzuschneiden, kommt nun ein Werkzeug ins Spiel: Das Kopierrädchen

 

Wenn Du das Schnittmuster auf Deinem Papier abgelegt und befestigt hast, kannst Du die Linien Deiner benötigten Größe mit dem Kopierrad nachfahren. Die scharfen Zacken des Rädchens hinterlassen kleine Punkte als Spuren, entlang derer Du anschließend schneiden kannst. Du erhältst also ein Schnittmuster Deiner Größe auf Papier, welches Du anschließend auf den Stoff übertragen und immer wieder verwenden kannst.

Natürlich kannst Du Dein Schnittmuster auch direkt auf den Stoff legen und die Linien mit dem Kopierrädchen nachfahren. Die Markierungen auf dem Stoff kannst Du anschließend nutzen, um ihn zuzuschneiden. Dies solltest Du allerdings nur tun, wenn Du wirklich geübt bist! 

Eine falsche Markierung mit dem Rädchen hinterlässt aufgrund der sehr scharfen Zacken sofort Spuren. Bei empfindlicher Webware kann dies die Schlingen beschädigen. Hast Du die Markierung zu weit innen gesetzt (,weil Du abgerutscht bist oder die Nahtzugabe vergessen hast), wirst Du dies eventuell immer auf dem Stoff sehen oder hast ihn schlimmstenfalls bereits beschädigt. Zudem hast Du in diesem Fall kein wiederverwendbares Schnittmuster und musst den Prozess beim nächsten Mal erneut durchführen.

3. SM mit Beamer übertragen 

Ein relativ neuer Trend aus den USA revolutioniert seit kurzem die Nähwelt. Anstatt Schnittmuster mühselig auszudrucken oder Papierschnittmuster auszuschneiden, kannst Du Dir einen Beamer zur Hilfe nehmen. 

 

Das Gerät beamt Dir das Schnittmuster auf Deinen Stoff, sodass Du es bequem abzeichnen kannst. Viele Beamerdateien sind zudem in Ebenen angeordnet, sodass Du Dir nur Deine benötigte Größe anzeigen lassen kannst und nicht mit den vielen Linien durcheinanderkommst. 

Für diese Möglichkeit brauchst Du lediglich etwas Platz, einen Beamer* sowie Schnittmuster, die eine Beamerdatei enthalten. Diese stellen mittlerweile jedoch viele Unternehmen (teils zum Nachkaufen oder mit Aufpreis) zur Verfügung (alternativ kannst Du sie Dir selbst zu einem A0 Format zusammenführen und digitalisieren). 

Im StoffMetropole Blogbeitrag „Nähen mit Beamer“ findest Du neben hilfreichen Informationen auch einige Tipps sowie Vor- und Nachteile des Übertragens von Schnittmustern mit dem Beamer. Schau gern vorbei!

Auch die beliebten StoffMetropole Schnittmuster kannst Du jetzt bequem als E-Book inklusive Beamerdatei erwerben. Freu Dich schon jetzt auf Zeitersparnis, da das Ausschneiden, Abpausen und Co. entfällt und nähe schon bald los! Zudem sparst Du im Vergleich zum Papierschnittmuster noch Geld und schonst die Umwelt, da Du kein Papier verbrauchst. 

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4 Schnittmuster übertragen mithilfe einer App

Was zu Beginn eventuell skurril klingt ist seit einiger Zeit wirklich möglich. Seit einem Auftritt bei "Die Höhle der Löwen" 2019 ist die App Pattarina vielen Menschen bekannt. Doch wie soll ich ein Schnittmuster per Handy App auf den Stoff bringen?

Mithilfe von Augmented Reality und einem Anker Bild! Den Anker musst Du Dir lediglich ausdrucken und auf dem Stoff platzieren, er dient anschließend als Orientierung und Fixpunkt für Deine Handykamera. Nachdem Du in der App Dein Schnittmuster und die Größe ausgewählt hast, kannst Du Dir jedes Zuschnittteil einzeln anzeigen lassen und es mithilfe des Ankers auf dem Stoff platzieren.

Anschließend guckst Du durch die Handykamera auf Deinen Stoff und zeichnest die auf Deinem Bildschirm zu sehenden Linien nach. Da der Anker das Bild stabilisiert, kannst Du Dich im kleinen Rahmen mit dem Handy bewegen und musst keine Angst haben, dass bei einer unruhigen Hand gleich alles verschoben ist.

    Quelle: Pattarina

Die App gibt es bereits für die gängigen Betriebssysteme, die Rezensionen fallen größtenteils positiv aus. Ein großer Nachteil ist jedoch die wenige Vielfalt der Schnittmuster, denn Du kannst lediglich in der (kostenlosen) App vorhandene Dateien nutzen. Laut der App Betreiber wird das Sortiment jedoch kontinuierlich erweitert. 

Auch Makerist hat eine App namens MakeristAR auf den Markt gebracht, die ähnliches verspricht. Diese ist allerdings aktuell nur für iOS Betriebssysteme verfügbar und befindet sich noch im Aufbau. 

Tipps zur Arbeit mit Schnittmustern

Nachdem Du alle Möglichkeit zum Übertragen von Schnittmustern kennengelernt hast, erwarten Dich nun ein paar hilfreiche Tipps, mit denen Du bestens für Dein nächstes Schnittmuster gerüstet bist.

  • Lege den Stoff so hin, dass Du möglichst wenig Verschnitt hast und Material sparst
  • Beachte das Motiv und den Fadenlauf (vor allem bei Kleidung!)
  • Zeichne das Schnittmuster auf der linken Stoffseite an, um später keine Markierungen mehr zu sehen
  • Übertrage alle wichtigen Informationen wie Abnäher, Fadenlauf und Co.
  • Nutze eine scharfe Schere 
  • Dehne den Stoff beim Schneiden nicht
  • Halte oder klammere das Schnittmuster gut fest, fixiere es oder beschwere es mit Gewichten
  • Lege beim Schneiden mit dem Rollschneider oder der Nutzung Deines Kopierrädchens unbedingt eine Schneidematte unter Deinen Stoff / Dein Papier
 

Schnittmuster FAQ – Zusammenfassung aller Fragen

Nun hast Du einiges über Schnittmuster gelernt. Damit Du beim nächsten Übertragen auf Stoff und Zuschneiden ganz sicher sein kannst, dass alles klappt, findest Du hier noch einmal wichtige Informationen im Überblick, kurz und knapp zusammengefasst.

Wie übertrage ich ein Schnittmuster auf meinen Stoff?

Möchtest Du auch in Zukunft nur eine Größe nutzen, kannst Du das Schnittmuster einfach ausschneiden und es am Stoff fixieren (mit Stoffklammern, Gewichten oder Nadeln). Zeichne mithilfe von Schneiderkreide oder einem Trickmarker entlang des Schnittmusters und schneide es aus. Möchtest Du Dein Schnittmuster nicht zerschneiden, kannst Du es abpausen oder mit einem Kopierrad arbeiten und es so auf den Stoff übertragen. 

Auf welches Papier kann ich mein Schnittmuster übertragen?

Wenn Du Dein Schnittmuster abpausen willst, empfiehlt sich Transparent- oder Schnittmusterpapier. Transparente Folie eignet sich ebenfalls gut und ist je nach Dicke besonders lange nutzbar. Wenn Du Dein Schnittmuster am Fenster überträgst, kanst Du sogar übliches Druckerpapier nutzen.

Wie übertrage ich ein Schnittmuster mit dem Kopierrädchen?

Lege Dein Schnittmuster auf Papier oder direkt auf Deinen Stoff. Fahre die zu Deiner Größe gehörenden Linien nach. Das Rad hinterlässt Einkerbungen, weshalb Du behutsam vorgehen solltest. Schneide das Papier (oder den Stoff) anschließend entlang dieser Markierungen zu. 

Ist die Nahtzugabe im Schnittmuster enthalten?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Diese Information solltest Du unbedingt vor dem Zuschnitt in Erfahrung bringen und findest sie meist auf dem Schnittmuster selbst. Ist eine Nahtzugabe (meist 0,7-10mm) enthalten, kannst Du direkt mit dem Zuschnitt beginnen. Ist sie nicht enthalten, musst Du sie mit einem Lineal oder einer Zuschneidehilfe hinzufügen.  

 

 

Was bedeutet „Stoffbruch“ im Schnittmuster?

Oft stehen auf dem Schnittmuster Begriffe wie „Bruch“, „Stoffbruch“ oder „fold“. Das bedeutet, dass Du den Stoff doppelt legen sollst und das Schnittmuster an der Stelle auf dem Bruch / der Umschlagkante des Stoffes liegt, an der das Wort „Stoffbruch“ (oft auch ein Pfeil) steht. Durch diese Bezeichnung sparst Du Dir eine Naht. Wenn Dir das zu unsicher ist, kannst Du auch erst den einen Teil aufzeichnen und das Schnittmuster anschließend entlang der Bruchkante umklappen (du malst es dann gespiegelt noch einmal auf). Auf diesem Bild siehst Du das Ganze in der Theorie, hier in der Praxis.

 

          

 

Wie bewahre ich Schnittmuster am besten auf?

Schnittmuster im Din A4 Format kannst Du bequem in Klarsichthüllen und einem Ordner oder in einer Dokumentenmappe aufbewahren. Am besten schreibst Du Dir auf jedes Schnittmuster die genaue Bezeichnung und Größe auf. Größere Schnittmuster kannst Du zu einer Rolle wickeln, beschriften und mit einem Gummi oder einer aufgeschnittenen Küchentuch- / Klopapierrolle ummanteln. 

 

Wir hoffen, dieser Artikel hat Klarheit in das große Thema Schnittmuster gebracht und hilft Dir, Dein nächstes Projekt selbstbewusst anzugehen. Solltest Du noch Anregungen oder Wünsche haben, hinterlasse gerne einen netten Kommentar unter diesem Beitrag.

Solltest Du hingegen noch Stoffe, Schnittmuster, Kurzwaren und Co. benötigen oder einfach mal stöbern wollen, besuche gern den Shop!

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Viel Spaß beim Entdecken und Nähen! Wir hoffen, Schnittmuster zu übertragen fällt Dir ab jetzt leicht(er) und macht Dir vielleicht sogar etwas Spaß!

Anne und Timo



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